Holzappel:
Heimat- und Bergbaumuseum Esterau
Heimat- und Bergbau-Museum Esterau
Rathaus,
56379 Holzappel
Weitere Informationen

Ansprechpartner:
Willi Schmiedel, Tel. 06439/7542

Öffnungszeiten:
März bis Oktober: So. von 15.00 - 17.00 Uhr, Gruppenführungen nach Vereinb. auch wochentags, Eintritt: 1,50  Euro (Erwachsene)

Eine ehemalige Reichsgrafschaft mit Bergbau-Tradition
Das gepflegte kleine Museum im Holzappeler Rathaus in der Trägerschaft des „Fördervereins Heimatmuseum Esterau“ besteht seit 1988. Es dokumentiert die Entwicklung der alten „Esterau“ („praedie astine“), der Region rund um Holzappel, dem früheren „Esten“, mit Sitz des „Esten-Gerichts“.

1643 erlebte das Ländchen zwischen Lahn, Gelbach und Daubach unter dem kaiserlichen Feldmarschall im 30-jähr. Krieg, Graf Peter Melander, die Erhebung zur „Freien Reichsgrafschaft Holzappel“. Melanders Tochter Elisabeth Charlotte, Herrin des erweiterten Besitzes „Holzappel-Schaumburg“, siedelte franz. Glaubensflüchtlinge in der Esterau an und gründete 1699 auf einer Anhöhe bei Holzappel das Waldenser-Dorf Charlottenberg. – Die Gebeine des Grafen und seiner Nachfahren ruhen in der dem Museum angegliederten „Melander-Gruft“ der Johanneskirche, unmittelbar neben dem Rathaus.

Einen besonderen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die 200jährige Bergbau-Tradition der „Grube Holzappel“, wo von 1751 bis 1952 Blei, Silber, Zink und Kupfer abgebaut wurden. Zur Bergbau-Abteilung gehört – neben einer sehenswerten Mineralien-Sammlung – ein „Gruben-Lehrpfad“ über das Gelände der ehemaligen Betriebsanlagen bei Dörnberg-Hütte.
Weitere Themen des Esterau-Museums: Wohnkultur um 1900 („Esterau-Stube“), Kinderspielzeug, Alt-Holzappel in Fotografien.