Zur Eröffnung des „Loreley-Aar-Radweges“ im Juni 2004 hatte die Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn (WFG) die Radkarte „Immer im Kreis herum“ herausgegeben. Aufgrund der hohen Nachfrage liegt die nunmehr 7. Auflage des Radführers vor.
Die Radkarte, kann bei den in der Karte genannten Tourist-Informationen bestellt werden oder bei der WFG Rhein-Lahn in Bad Ems. Hierzu können Sie unser Online Formular nutzen!
Mit dem Klick auf die Karte öffnet sich der Radführer als pdf-Dokument.
Der Radwanderweg zwischen St. Goarshausen und Hahnstätten verbindet nicht nur das UNESCO-Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ mit dem reizvollen Aartal im Osten unseres Kreises. Er bringt uns auch der Verwirklichung eines Ideals näher, nämlich den Rhein-Lahn-Kreis auf ausgebauten Radwegen durchfahren zu können
Noch ist diese „Kreistour“ nicht durchgängig möglich, sind Lücken zu überbrücken: an der Lahn durch die Bahn (Balduinstein – Laurenburg) und am Rhein durch Fähren und die Einbeziehung des linksrheinischen Radweges.
Wir danken dem Land Rheinland-Pfalz, insbesondere dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und der Landeskulturverwaltung. Diese haben zusammen mit der WFG Rhein-Lahn den Bau des „Loreley-Aar-Radweges“ finanziert.
Unser Dank gilt den Tourismus-Informationen des Rhein-Lahn-Kreises und dem Referat Landes-/ Bauleitplanung der Kreisverwaltung für ihre fachliche Unterstützung bei der Erstellung der aktuellen Radkarte.
An den vier Wegen gibt es eine Menge zu entdecken und zu erleben, wie Burgen und Schlösser, Museen und Sammlungen. Eine Fülle von Sehenswürdigkeiten sind – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – in der Tourenkarte notiert.
Hinweis zur Aktualität
Die vorstehenden Angaben stammen aus dem Zusammenhang der damaligen Veröffentlichung der Radkarte. Gerade bei gedruckten Radführern können sich Auflagenstand, Ausgabestellen, Zuständigkeiten, Streckenführungen und die Erreichbarkeit einzelner Einrichtungen im Laufe der Jahre ändern. Wer eine Tour plant, sollte daher vorab prüfen, ob die genannte Karte noch in derselben Form verfügbar ist und ob aktuelle Ergänzungen zu Wegführung, Baustellen, Sperrungen oder Umleitungen vorliegen.
Das gilt insbesondere für Abschnitte, die nicht vollständig eigenständig auf Radwegen verlaufen oder bei denen Bahn, Fähren oder andere Verbindungen einbezogen werden. Fahrpläne, Mitnahmeregeln für Fahrräder, saisonale Betriebszeiten und örtliche Verkehrsführungen können sich kurzfristig ändern. Für eine verlässliche Tourenplanung empfiehlt es sich deshalb, neben einer gedruckten Karte auch tagesaktuelle Informationen der Verkehrsunternehmen, Kommunen oder Tourist-Informationen einzuholen.
Der Rhein-Lahn-Kreis als Radregion
Der Rhein-Lahn-Kreis ist für Radtouren deshalb besonders interessant, weil hier sehr unterschiedliche Landschaftsräume dicht beieinanderliegen. Rhein, Lahn, Aar und die Höhenzüge des Taunus schaffen ein Gebiet, das sowohl entspannte Uferetappen als auch anspruchsvollere Strecken mit Steigungen ermöglicht. Wer entlang der Flusstäler fährt, erlebt häufig längere Abschnitte mit moderaten Gefällen und gut nachvollziehbarer Orientierung. Wer sich in die Seitentäler oder auf die Höhen begibt, findet dagegen sportlichere Passagen und weite Ausblicke.
Charakteristisch für den Kreis ist zudem die enge Verbindung von Natur- und Kulturlandschaft. Burgen, Schlösser, historische Ortskerne, Brücken, Kirchen und technische Denkmäler liegen oft nur wenige Kilometer auseinander. Gerade deshalb eignet sich die Region nicht nur für sportliche Tagestouren, sondern auch für Ausflüge, bei denen das Anhalten ausdrücklich dazugehört. Museen, Aussichtspunkte, Uferpromenaden und kleinere Ortszentren bieten regelmäßig Anlass für Pausen.
Für viele Radfahrende ist außerdem wichtig, dass sich im Rhein-Lahn-Kreis unterschiedliche Tourenstile kombinieren lassen. Familien mit Kindern oder Gelegenheitsradler orientieren sich häufig an Flussrouten und kürzeren Rundfahrten. Ambitionierte Fahrerinnen und Fahrer nutzen dieselben Grundrouten als Ausgangspunkt für zusätzliche Höhenmeter. Mit Pedelec oder E-Bike werden darüber hinaus auch Anstiege interessant, die früher eher geübten Tourenfahrern vorbehalten waren.
Was die Region für Tagestouren attraktiv macht
Ein Vorteil des Kreisgebiets liegt in der guten Kombinierbarkeit einzelner Wegeabschnitte. Viele Touren lassen sich so planen, dass Start und Ziel an Bahnhöfen, größeren Ortslagen oder touristisch bekannten Punkten liegen. Das ermöglicht Rundtouren, Streckentouren mit Rückfahrt oder bewusst kürzere Etappen, wenn Wetter, Kondition oder verfügbare Zeit begrenzt sind.
Besonders praktisch ist dies für Besucherinnen und Besucher, die den Kreis nicht täglich befahren und die örtlichen Gegebenheiten erst kennenlernen möchten. Statt eine sehr lange Gesamtstrecke zu planen, ist es oft sinnvoll, zunächst einen Teilabschnitt zu wählen und diesen mit Besichtigungen zu verbinden. So entsteht ein realistischeres Bild davon, wie unterschiedlich die Wege im Kreis ausfallen können: von ruhigen Uferpassagen über ehemalige Bahntrassen bis hin zu Verbindungsstücken auf Nebenstraßen.
Auch Witterung und Jahreszeit spielen im Rhein-Lahn-Kreis eine größere Rolle, als man auf den ersten Blick vermuten könnte. In den Tallagen kann es im Sommer deutlich wärmer sein, während auf den Höhenzügen mehr Wind auftritt. Im Frühjahr und Herbst können nasses Laub, feuchte Fahrbahnen oder kühlere Morgenstunden die Fahrbedingungen verändern. Eine sorgfältige Vorbereitung lohnt sich deshalb selbst bei vermeintlich kurzen Strecken.
Praktische Hinweise für die Tourenplanung
Wer eine Radtour im Rhein-Lahn-Kreis vorbereitet, sollte vor allem auf vier Punkte achten: Streckenprofil, Untergrund, Verkehrsführung und Rückweg. Nicht jede in einer Karte eingezeichnete Verbindung bedeutet automatisch einen durchgehend asphaltierten, breiten und steigungsarmen Radweg. Manche Abschnitte können wassergebunden, schmal oder durch den Alltagsverkehr mitgenutzt sein. Das ist nicht ungewöhnlich, sollte aber vorab bedacht werden, damit die Streckenwahl zu Fahrradtyp und Fahrpraxis passt.
Für Trekkingräder und E-Bikes sind viele Verbindungen gut geeignet. Mit Rennrad oder Anhänger lohnt sich ein genauerer Blick auf Wegbeschaffenheit und Engstellen. Familien mit kleineren Kindern achten zusätzlich auf Querungen, Steigungen und sichere Rastmöglichkeiten. Wer mit Gepäck unterwegs ist, sollte Reserven einplanen, da selbst kurze Anstiege mit Packtaschen deutlich anstrengender werden können.
Hilfreich ist außerdem eine Planung mit Zwischenzielen. Statt nur die Gesamtdistanz zu betrachten, kann man Rastorte, Bahnhöfe, Fährstellen oder Ortsdurchfahrten als Etappenpunkte festlegen. Das erleichtert spontane Entscheidungen unterwegs. Wenn sich das Wetter verschlechtert, die Gruppe langsamer vorankommt oder eine Sehenswürdigkeit mehr Zeit beansprucht als gedacht, kann die Tour einfacher angepasst werden.
Unterwegs sicher und rücksichtsvoll
Der Rhein-Lahn-Kreis wird nicht nur touristisch genutzt, sondern ist zugleich Lebens-, Arbeits- und Verkehrsraum. Auf vielen Wegen teilen sich Radfahrende die Strecke mit Fußgängern, Spaziergängern, Anwohnern oder dem land- und forstwirtschaftlichen Verkehr. Rücksichtnahme ist deshalb ein wesentlicher Teil jeder gelungenen Tour. Angepasste Geschwindigkeit, rechtzeitiges Klingeln und ausreichend Abstand tragen dazu bei, Konflikte zu vermeiden.
Gerade auf beliebten Uferabschnitten und in Ortsdurchfahrten kann es an Wochenenden oder in der Ferienzeit lebhafter werden. Dann ist es sinnvoll, etwas mehr Zeit einzuplanen und enge Passagen ruhig anzugehen. Auch Wurzelaufbrüche, Splitt, Poller oder unübersichtliche Kurven verdienen besondere Aufmerksamkeit. Wer mit Kindern fährt, bespricht am besten schon vor dem Start einfache Regeln für Gruppenfahrten, Kreuzungen und Stopps.
Zum sicheren Fahren gehört ebenfalls eine passende Ausrüstung. Dazu zählen funktionierende Bremsen, ausreichender Reifendruck, Licht, wettergerechte Kleidung und nach Möglichkeit ein kleiner Reparatursatz. Gerade in eher ländlichen Abschnitten sind Werkstätten oder Einkaufsmöglichkeiten nicht immer unmittelbar erreichbar. Eine Trinkflasche, Sonnenschutz und ein geladenes Mobiltelefon sind deshalb keine Nebensächlichkeiten, sondern praktische Grundlagen.
Sehenswürdigkeiten entlang der Wege
Der ursprüngliche Text weist bereits darauf hin, dass an den vier Wegen viel zu entdecken ist. Dieser Hinweis bleibt wichtig, denn genau darin liegt ein besonderer Reiz des Radfahrens im Rhein-Lahn-Kreis. Die Wege verbinden nicht nur Orte, sondern auch sehr unterschiedliche Zeugnisse der Regionalgeschichte. Burganlagen über dem Mittelrhein, kleinere Schlösser, Museen, historische Mühlen, Fachwerkorte und Aussichtspunkte machen selbst kürzere Strecken abwechslungsreich.
Wer kulturelle Ziele stärker in die Tour einbeziehen möchte, sollte Öffnungszeiten und Ruhetage vorher prüfen. Viele Einrichtungen haben saisonale Zeiten oder nur an bestimmten Wochentagen geöffnet. Manchmal reicht schon ein kurzer Stopp im Ortskern, um eine Tour aufzuwerten: ein Marktplatz, ein Aussichtspunkt am Fluss oder eine Informationstafel zur Ortsgeschichte geben der Strecke einen zusätzlichen Rahmen. Das ist besonders für Gäste interessant, die die Region noch nicht kennen.
Neben den bekannten Highlights lohnt auch der Blick auf unscheinbarere Stationen. Alte Brücken, Bahndämme, Hangterrassen, Schleusenbereiche oder historische Verkehrswege erzählen viel über die Entwicklung des Kreises. Wer aufmerksam fährt, entdeckt oft gerade abseits der großen Ziele die Details, die eine Tour in Erinnerung bleiben lassen.
Mit Bahn und Fähre kombinieren
Bereits im bestehenden Text wird erwähnt, dass auf der angestrebten „Kreistour“ Lücken unter anderem durch die Bahn und am Rhein durch Fähren überbrückt werden. Dieser Hinweis ist weiterhin wichtig. Intermodale Touren gehören im Rhein-Lahn-Kreis zum praktischen Alltag vieler Radfahrender. Sie können helfen, längere Anstiege zu umgehen, Strecken flexibler zu gestalten oder Start- und Zielpunkt attraktiver zu kombinieren.
Vor einer solchen Kombination sollten jedoch die aktuellen Bedingungen geprüft werden. Bei Bahnfahrten sind insbesondere Fahrradmitnahme, Kapazitätsgrenzen und Stoßzeiten relevant. Bei Fähren können saisonale Betriebszeiten, Wasserstände oder wetterbedingte Einschränkungen eine Rolle spielen. Wer in einer Gruppe fährt oder auf eine bestimmte Verbindung angewiesen ist, sollte besonders sorgfältig planen und zeitliche Puffer einbauen.
Für viele Tagesgäste ist gerade diese Mischung aus Rad, Bahn und Fähre ein Vorteil. Sie ermöglicht abwechslungsreiche Touren, ohne dass dieselbe Strecke vollständig zurückgefahren werden muss. Zugleich verlangt sie ein wenig mehr Vorbereitung als eine klassische Rundtour. Wer dies berücksichtigt, kann den Spielraum der Region sehr gut nutzen.
Für wen eignen sich die Routen?
Die Routen im Rhein-Lahn-Kreis sind nicht nur für eine Zielgruppe interessant. Genussradler finden entlang von Flussabschnitten häufig angenehme Etappen mit kulturellen Zwischenzielen. Sportlich Orientierte können dieselben Abschnitte um Höhenrouten und längere Verbindungen erweitern. Familien profitieren dort, wo Wege übersichtlich verlaufen und sich mit Pausen an Spielplätzen, Uferbereichen oder in Ortslagen verbinden lassen.
Auch für E-Bike-Nutzer ist der Kreis gut geeignet, weil sich damit die Verbindung zwischen Tal und Höhen deutlich leichter bewältigen lässt. Gerade dadurch werden kleinere Orte abseits der Hauptachsen erreichbar, die sonst bei einer reinen Flussradtour oft ausgelassen würden. Trotzdem sollte die Reichweite des Akkus nicht unterschätzt werden, besonders wenn zusätzliche Höhenmeter oder Gegenwind hinzukommen.
Für geübte Tourenradler kann die Region wiederum deshalb reizvoll sein, weil sich aus den vorhandenen Hauptachsen individuelle Tagestouren zusammenstellen lassen. Statt nur einer ausgeschilderten Linie zu folgen, kann man Abschnitte kombinieren und gezielt Schwerpunkte setzen: Landschaft, Höhenprofil, Kultur oder sportliche Herausforderung.
Häufige Fragen
Sind die Wege im Rhein-Lahn-Kreis vollständig steigungsarm?
Nein. Entlang von Flüssen gibt es oft angenehme Abschnitte, insgesamt gehört aber auch hügeliges bis bergiges Gelände zur Region. Wer wenig Steigung fahren möchte, sollte die Höhenprofile vorab prüfen.
Reicht eine gedruckte Radkarte aus?
Eine gedruckte Karte ist weiterhin hilfreich, vor allem zur Übersicht. Für die konkrete Tagesplanung sind ergänzende aktuelle Informationen zu Baustellen, Sperrungen, Fahrplänen und Umleitungen jedoch sinnvoll.
Eignen sich die Strecken für Kinder?
Teilweise ja. Das hängt stark vom gewählten Abschnitt, vom Alter der Kinder und von der Verkehrssituation ab. Flachere, übersichtliche Teilstücke sind meist besser geeignet als längere Verbindungsstücke mit Steigungen oder Straßenanteilen.
Kann man Touren spontan abkürzen?
In vielen Fällen ja, vor allem dort, wo Bahn oder Fähren eingebunden werden können. Ob dies praktisch möglich ist, hängt jedoch von aktuellen Fahrplänen, Betriebszeiten und dem genauen Standort ab.
Ist die Region auch bei unsicherem Wetter geeignet?
Grundsätzlich ja, allerdings sollten Regen, Wind und rutschige Oberflächen einkalkuliert werden. Bei unsicherer Witterung sind kürzere Etappen und flexible Rückfahrmöglichkeiten besonders sinnvoll.
Fazit
Die Hinweise zur Radkarte und zum „Loreley-Aar-Radweg“ zeigen, wie früh im Rhein-Lahn-Kreis daran gearbeitet wurde, die Region als zusammenhängenden Raum für Radfahrende besser erfahrbar zu machen. Daran hat sich im Kern nichts geändert: Der besondere Reiz liegt weiterhin in der Verbindung von Flusstälern, Höhenzügen und kulturellen Zielen auf vergleichsweise engem Raum.
Wer heute eine Tour im Rhein-Lahn-Kreis plant, profitiert nach wie vor von dieser Grundidee, sollte aber die Aktualität einzelner Informationen vor Fahrtantritt prüfen. Mit realistischer Streckenwahl, Blick auf das Höhenprofil und etwas Zeit für Pausen lässt sich die Region sehr gut per Rad entdecken. Gerade die Mischung aus Natur, Geschichte und unterschiedlichen Wegtypen macht ihren besonderen Charakter aus.
