Dachsenhausen
Dachsenhausen hatte keine eigene jüdische Gemeinde. Soweit bekannt ist gab es hier auch keine Juden. Diese lebten in Geisig und Gemmerich. Der Friedhof wurde etwa 1915, also im ersten Weltkrieg angelegt. Einundreißig Gräber werden gezählt. Die letzte Beerdigung ist 1929 belegt.
Wegen der Kleinheit der örtlichen Judenschaften wurden diese immer wieder wechselnd anderen umliegenden Gemeinden zugewiesen. So gehörten die jüdischen Familien von Geisig einmal nach Miehlen, dann wieder nach Singhofen.
In Geisig gab es seit 1868 eine Synagoge, die auch in den Jahren 1915 - 16 noch vorhanden war. Die Gemeinde löst sich auch hier wie in anderen Ortschaften auf. Bei der letzten Abmeldung vom 19.12. 1939 ist nur vermerkt: "unbekannt verzogen." Diese Formulierung läßt verschiedene Deutungen zu.
Der Weg:
Von Winterwerb kommend liegt der Friedhof linker Hand, vor dem Ortseingang von Dachsenhausen.
Statistik:
Geisig
1780 2 Familien
1843 19 Personen
1871 24 Personen
1885 22 Personen
1905 18 Personen
1910 25 Personen
1925 21 Personen
1933 14 Personen
1939 11 Personen
Gemmerich
1812 2 Familien
1843 18 Personen
1905 13 Personen
1933 11 Personen
1939 0 Personen