Fachbach
Der jüdische Friedhof in Fachbach war Begräbnisstätte für die Juden von Nievern und Fachbach. Da die Zahl der Juden in den umliegenden Ortschaften immer gering war, wechselten die Hauptorte mehrfach, um die Mindestzahl der Männer als Träger des Gottesdienstes zu garantieren. So hatten 1818 Fachbach, Miehlen und Nievern einen gemeinsamen Lehrer. 1844 gehörte Fachbach zu einem Synagogenbezirk mit Braubach, Frücht und Nievern. 1852 wurde die Vereinigung der Gemeinden Fachbach, Frücht und Nievern beschlossen. 1874 wurde der Religionsunterricht schließlich gemeinsam mit den Kindern von Dausenau, Ems und Nassau erteilt.
Zur Synagoge ging man nach Nievern.
Der Weg:
Von der Hauptstraße, die von Lahnstein nach Bad Ems führt, biegt man hinter der Gemeindeverwaltung die zweite Straße links in das Fachbachtal ab. Von einem Parkplatz, der nach wenigen Metern rechter Hand liegt, folgt man rechts dem Weg am Waldrand. Der Friedhof liegt auf der rechten Seite.
Statistik:
Es gibt keine gesicherten Zahlen für Fachbach. Diese gibt es für Nievern, das seinen Begräbnisplatz in Fachbach hatte. Deshalb sollen diese hier quasi stellvertretend stehen.
Nievern
1843 19 Personen
1871 13 Personen
1885 16 Personen
1895 19 Personen
1905 16 Personen
1925 13 Personen
1933 10 Personen
1939 2 Personen
Es gab einmal in Nassau ein blühendes Landjudentum, das in den Jahren 1933 bis 1945 ein für alle Mal ausgelöscht wurde. Das spiegeln die nüchtern Zahlen einer Statistik unbarmherzig wider.