Singhofen
Die Grenzen der Gemeinde in Singhofen waren fließend. Die Anfänge liegen im Dunkeln. Wahrscheinlich lebten schon Ende des 18. Jahrhunderts Juden in Singhofen. Zu Beginn des 19. Jahrhundert gehörte Singhofen mit Niedertiefenbach und Roth noch zum dem in napoleonischen Zeiten entstandenen Konsistorium im Bezirk Bonn. Um das Jahr 1841 bildeten die Ortschaften Niedertiefenbach, Obertiefenbach, Roth und Singhofen einen Synagogenbezirk. Zeitweilig waren auch die Juden von Geisig der Gemeinde in Singhofen zugeordnet.
Um 1915 hatte die Gemeinde Singhofen noch einen eigenen Lehrer.
Die etwa 1870 errichtete Synagoge wurde nach 1938 abgerissen.
Nach 1933 wanderten zwei Familien mit je drei Personen in die Vereinigten Staaten und eine dreiköpfige Familie nach Holland aus. Aus dieser Zeit sind aber 23 Abmeldungen vorhanden. Bei den übrigen hieß es immer nur "in Deutschland verzogen". Die letzten Abmeldungen tragen das Datum 4.4.1940 und 14.5.1941
Der Friedhof wurde 1860 angelegt.
Der Weg:
An der Kirche in der Ortsmitte vorbei, über eine Querstraße, kommt man in einen Feldweg. Nach einigen hundert Meter liegt der Friedhof auf der linken Seite. Er ist von einem Jägerzaun umgeben.
Statistik:
1843 70 Personen
1871 53 Personen
1885 48 Personen
1905 36 Personen
1925 22 Personen
1933 23 Personen
1941 --