Historischer Stadtrundgang durch die Blücherstadt Kaub

Am Lotsenhaus

Die Lotsenstation in Kaub war bis Mitte der siebziger Jahre mit über hundert (107) Rheinlotsen besetzt. Sie waren als nautische Berater der Schiffsführer auf der Strecke Kaub - Bingen und Kaub - St. Goar eingesetzt. Da mit dem Rheinausbau Mitte der siebziger Jahre alle natürlichen Hindernisse im Strombett beseitigt wurden, benötigte man keine Lotsen mehr, und so starb ein ganzer Berufszweig in Kaub aus.  

Vom Lotsenhaus bis zum Schiffermast

(zwischen Lotsenhaus und Schiffermast stehen bleiben)

Die Wasserburg Pfalzgrafenstein, im Volksmund kurz die Pfalz genannt, wurde von 1326 bis 1340 durch Pfalzgraf Ludwig den Bayer zum Zwecke der Zollerhebung errichtet. Ludwig der Bayer, der ja auch deutscher König, und ab 1328 deutscher Kaiser war verlieh am 23 März 1324 Kaub städtische Rechte und Freiheiten. Um die Zeit der Pfalzerrichtung wurde auch die Stadtbefestigung erweitert.

Nunmehr gehören der Weseler Turm, das Weseler Tor, der Leiterberg Torturm

(Philippinenburg), das Markt- oder Rheintor, nach Weisel hin die Schaelß oder Schaulß Pforte, sowie die Wehrmauer vom Kirchturm bis zum Mainzer Torturm bzw. bis zum Turm des späteren Amtshauses, zur erweiterten Stadtbefestigung. 

Am Schiffermast

Der Schiffermast ist das Symbol des Kauber Schiffervereins 1887 und wurde 1955 auf dem sogn. Hohen Wurf errichtet.