Historischer Stadtrundgang durch die Blücherstadt Kaub
Auf dem Marktplatz
Der Weseler oder Fuchseturm war kein Torturm sondern reiner Wehrturm. Das Weseler Tor stand etwa in Höhe der heutigen Schulstraße.
Vor dem alten Rathaus (Salon Vogt)
(Markstraße Nr. 42)
Hier sehen Sie das alte Rathaus mit dem Glockentürmchen und dem auf der Fachwerkfront aufgebrachten Stadtsiegel. Im Erdgeschoß befanden sich ein Feuerwehrgeräteraum, eine Wachstube sowie eine Haftzelle. Im darüber liegenden Geschoß waren ein Bürgersaal, ein Schulraum, ein Bürgermeisterzimmer und die Stadtschreiberei eingerichtet. Wohnräume für die Hebamme, den Stadtknecht und den Kuhhirten waren im Speichergeschoß eingebaut. Während der Befreiungskriege war in den Räumen des alten Rathauses zeitweise ein Seuchenlazarett eingerichtet.
Nach Fertigstellung des neuen Schulgebäudes, in dessen Südflügel auch die Rathausräume untergebracht waren, wurde das alte Rathaus an einen Privatmann verkauft.
Fischhaus Lenz / Haus Werr
(Metzgergasse Nr. 21 / 23)
An Stelle dieser beiden Wohnhäuser stand früher der sog. Mainzer Domhof. Freifrau Maria geb. Spieß von Bielefeld, die Frau des Obristwachmeisters Freiherr Adam Heinrich von Witzleben, Kommandant auf Burg Gutenfels ließ den Domhof 1737 neu aufbauen und das Wappen über dem Portal anbringen. 1876 brannte der Domhof ab und an seiner Stelle errichtete man diese beiden Wohnhäuser.
Am neuen Rathaus
(Metzgergasse Nr. 26)
Ab 1956 hat die Stadt Kaub das neue - von dem Patersberger Kunstmaler Paul Maus - entworfene Wappen. Es ist viergeteilt und zeigt im linken oberen Feld die bayrischen Rauten welche die über 500 jährige Zugehörigkeit zur Kurpfalz symbolisieren. Im rechten oberen Feld befindet sich ein Anker mit stilisiertem Rheinstrom, im linken unteren Feld eine Weinrebe mit Traube, sowie Hammer und Schlägel im rechten unteren Feld. Diese drei Felder versinnbildlichen die damaligen drei Hauptberufsstände Kaubs, nämlich Schiffahrt, Weinbau und Schieferbergbau.