3. Rollende Limes-Konferenz am 2. September 2007:
    Limes-Kenner und Bürger informierten sich vor Ort

Eine der anschaulichsten Stellen, um den Verlauf des Limesgrabens zu erkennen, bietet sich in der Gemarkung Becheln. Hier wurde in den letzten Wochen einiges freigelegt und überprägt. Ortsbürgermeister Rainer Ansel erklärte den Konferenzteilnehmern die durchgeführten Arbeitseinsätze.

Eine der anschaulichsten Stellen, um den Verlauf des Limesgrabens zu erkennen, bietet sich in der Gemarkung Becheln. Hier wurde in den letzten Wochen einiges freigelegt und überprägt. Ortsbürgermeister Rainer Ansel erklärte den Konferenzteilnehmern die durchgeführten Arbeitseinsätze.

Der neu visualisierte Wachport 2/14 bei Geisig war eine der sechs Stationen bei der dritten Rollenden Limeskonferenz des Rhein-Lahn-Kreises. Ortsbürgermeisterin Anita Krebs und ihr Ehemann Berthold berichteten stolz über einige Maßnahmen, die gemeinsam mit Grabungstechniker Achim Schmidt von der Generaldirektion Kulturelles Erbe und vielen freiwilligen Helfern zwischen Dornholzhausen und Geisig in den letzten Wochen umgesetzt wurden.

Der neu visualisierte Wachport 2/14 bei Geisig war eine der sechs Stationen bei der dritten Rollenden Limeskonferenz des Rhein-Lahn-Kreises. Ortsbürgermeisterin Anita Krebs und ihr Ehemann Berthold berichteten stolz über einige Maßnahmen, die gemeinsam mit Grabungstechniker Achim Schmidt von der Generaldirektion Kulturelles Erbe und vielen freiwilligen Helfern zwischen Dornholzhausen und Geisig in den letzten Wochen umgesetzt wurden.

Die Kohorte XXVI vom Vereein Broele Trans Rhenum aus Rheinbrohl bewachte das Holzhausener Kastell und veranschaulichte den „Eindringlingen“ aus Germanien die Handhabung der damaligen Schilde und Stichwaffen. Übrigens: Ein solches Kettenhemd besteht aus gut 26.000 einzelnen Eisenringen, die von den Mitgliedern der Kohorte in rund 200 Stunden zusammengefügt werden.

Die Kohorte XXVI vom Vereein Broele Trans Rhenum aus Rheinbrohl bewachte das Holzhausener Kastell und veranschaulichte den „Eindringlingen“ aus Germanien die Handhabung der damaligen Schilde und Stichwaffen. Übrigens: Ein solches Kettenhemd besteht aus gut 26.000 einzelnen Eisenringen, die von den Mitgliedern der Kohorte in rund 200 Stunden zusammengefügt werden.

Im Holzhausener Kastell wurde Landrat Günter Kern von der Kohorte XXVI aus Rheinbrohl überrascht. Er wurde jedoch nicht gefangen genommen, sondern er erfuhr gemeinsam mit den rund 130 Konferenzteilnehmern viel interessantes über das militärische Leben am Limes vor rund 1900 Jahren. Ob Günter Kern die Tragetasche mit dem Logo des Welterbes Oberes Mittelrheintal nur zufällig dabei hatte, verriet er nicht.

Im Holzhausener Kastell wurde Landrat Günter Kern von der Kohorte XXVI aus Rheinbrohl überrascht. Er wurde jedoch nicht gefangen genommen, sondern er erfuhr gemeinsam mit den rund 130 Konferenzteilnehmern viel interessantes über das militärische Leben am Limes vor rund 1900 Jahren. Ob Günter Kern die Tragetasche mit dem Logo des Welterbes Oberes Mittelrheintal nur zufällig dabei hatte, verriet er nicht.

Der Holzhausener Ortsbürgermeister Frank Hofmann hat mit vielen freiwilligen Helfern das bedeutsame Römerkastell in Zusammenarbeit mit der PER und der Denkmalschutzbehörde des Rhein-Lahn-Kreises hervorragend visualisiert. Bei der 3. Rollenden Limeskonferenz machte er deutlich, wie wichtig diese Arbeiten für das heutige Aussehen des Kastells waren und wie positiv die Maßnahmen von vielen Besuchern immer wieder empfunden werden.

Der Holzhausener Ortsbürgermeister Frank Hofmann hat mit vielen freiwilligen Helfern das bedeutsame Römerkastell in Zusammenarbeit mit der PER und der Denkmalschutzbehörde des Rhein-Lahn-Kreises hervorragend visualisiert. Bei der 3. Rollenden Limeskonferenz machte er deutlich, wie wichtig diese Arbeiten für das heutige Aussehen des Kastells waren und wie positiv die Maßnahmen von vielen Besuchern immer wieder empfunden werden.

Fachkundiger Teilnehmer aus Niger: Moussa Baouada, absolviert derzeit ein Praktikum beim DLR in Mayen und schildert im Gespräch mit Landrat Günter Kern und Jürgen Lehnigk-Emden sein Land und die dortige Entwicklungsarbeit im ländlichen Raum.

Fachkundiger Teilnehmer aus Niger: Moussa Baouada, absolviert derzeit ein Praktikum beim DLR in Mayen und schildert im Gespräch mit Landrat Günter Kern und Jürgen Lehnigk-Emden sein Land und die dortige Entwicklungsarbeit im ländlichen Raum.

An der Alten Kemmenauer Straße oberhalb von Bad Ems hat Jürgen Eigenbrod vom Bad Emser Geschichtsverein gemeinsam mit Jugendlichen des Jugendzentrums Bad Ems einen Wachport visualisiert, Hinweistafeln aufgestellt und eine kleine Palisade als Erkennungszeichen errichtet. Bei der Rollenden Limeskonferenz war Jürgen Eigenbrod auch als Betreuer einer Busgruppe in seinem Element.

An der Alten Kemmenauer Straße oberhalb von Bad Ems hat Jürgen Eigenbrod vom Bad Emser Geschichtsverein gemeinsam mit Jugendlichen des Jugendzentrums Bad Ems einen Wachport visualisiert, Hinweistafeln aufgestellt und eine kleine Palisade als Erkennungszeichen errichtet. Bei der Rollenden Limeskonferenz war Jürgen Eigenbrod auch als Betreuer einer Busgruppe in seinem Element.


Steil ist der Weg, aber er lohnt sich, denn der Ausblick ist grandios. Ein Highlight am Limes ist sicherlich der Arzbacher Limesturm. Hier befindet sich auch eine Webcam (zu finden unter http://www.grosser-kopf-westerwald.de/pics/webcam/01.html ) und der Platz unterhalb des Turmes dient Freifliegern mit ihren Gleitschirmen als Startplatz.

Steil ist der Weg, aber er lohnt sich, denn der Ausblick ist grandios. Ein Highlight am Limes ist sicherlich der Arzbacher Limesturm. Hier befindet sich auch eine Webcam (zu finden unter http://www.grosser-kopf-westerwald.de/pics/webcam/01.html ) und der Platz unterhalb des Turmes dient Freifliegern mit ihren Gleitschirmen als Startplatz.

Eines der acht neuen Sichtfenster am Limes im Rhein-Lahn-Kreis steht hoch über Arzbach am Stefansturm. Im unteren Teil der Konstruktion ist die Aussicht dargestellt, die sich den römischen Soldaten an dieser Stelle damals bot. So lässt sich die römische Geschichte vor Ort sehr gut nachvollziehen.

Eines der acht neuen Sichtfenster am Limes im Rhein-Lahn-Kreis steht hoch über Arzbach am Stefansturm. Im unteren Teil der Konstruktion ist die Aussicht dargestellt, die sich den römischen Soldaten an dieser Stelle damals bot. So lässt sich die römische Geschichte vor Ort sehr gut nachvollziehen.

Die Konferenzteilnehmer nutzten den Besuch zum Stefansturm für eine Rast bei einem phantastischen Ausblick über die Augst.

Die Konferenzteilnehmer nutzten den Besuch zum Stefansturm für eine Rast bei einem phantastischen Ausblick über die Augst.


PER- Geschäftsführerin Ise Thomas, Innenstaatssekretär Roger Lewentz und Landrat Günter Kern (von rechts nach links) zogen eine positive Bilanz für die 3. Rollende Limeskonferenz und erläuterten ihre Vorstellungen und Ziele für die zukünftige Entwicklung des Welterbe Limes im Land und im Rhein-Lahn-Kreis.

PER- Geschäftsführerin Ise Thomas, Innenstaatssekretär Roger Lewentz und Landrat Günter Kern (von rechts nach links) zogen eine positive Bilanz für die 3. Rollende Limeskonferenz und erläuterten ihre Vorstellungen und Ziele für die zukünftige Entwicklung des Welterbe Limes im Land und im Rhein-Lahn-Kreis.

Die Kampagne Mittellande e.V. wird mit der Evangelischen Inneren Mission Hessen Nassau in den Herbstferien eine Jugendfreizeit mit Rollenspielen zum Thema Römer („Larp am Limes“) in Arzbach durchführen. Landrat Günter Kern überreichte den Vertretern der Mittellande e.V. und dem Organisator der Veranstaltung, Welterbeförster Thomas Hahlbrock (Mitte) hierfür einen Spendenscheck von der Nassauischen Sparkasse.

Die Kampagne Mittellande e.V. wird mit der Evangelischen Inneren Mission Hessen Nassau in den Herbstferien eine Jugendfreizeit mit Rollenspielen zum Thema Römer („Larp am Limes“) in Arzbach durchführen. Landrat Günter Kern überreichte den Vertretern der Mittellande e.V. und dem Organisator der Veranstaltung, Welterbeförster Thomas Hahlbrock (Mitte) hierfür einen Spendenscheck von der Nassauischen Sparkasse.

 
  „Salvete!“ schallte es durchs Kastell

Dritte Rollende Limeskonferenz des Rhein-Lahn-Kreises zeigte den Fortschritt der Limes-Visualisierung

Nr. 272 – 4. September 2007 / Rhein-Lahn. Seit gerade mal zwei Jahren ist der obergermanisch-rätische Limes als Weltkulturerbe unter dem Schutz der UNESCO anerkannt. Zwei Jahre, die im Rhein-Lahn-Kreis bestens genutzt wurden, um dieses Welterbe, das größtenteils im Boden versteckt liegt, da, wo es geht, wieder sichtbar zu machen. Hinweise auf dieses Bodendenkmal wurden zwischen den Kreisgrenzen bei Kemmenau und Holzhausen auf den 33 Limes-Kilometern innerhalb des Rhein-Lahn-Kreises mittlerweile in großer Zahl angebracht.

Zum dritten Mal hatte Landrat Günter Kern mit der Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft Rhein-Lahn die Bürger aus dem Kreis, ehrenamtlich engagierte Personen, die Bürgermeister der insgesamt 19 Limesgemeinden und viele Fachleute zur Rollenden Limeskonferenz eingeladen. Die Projektentwicklungsgesellschaft PER des Landes Rheinland-Pfalz war mit ihrer Geschäftsführrein Ise Thomas, der Projektleiterin für den Limes, Susanne Schweren, und weiteren Mitarbeitern vertreten.

Drei Busse mit rund 130 Limesfreunden starteten von Bad Ems zunächst nach Becheln, wo Ortsbürgermeister Rainer Ansel einen kleinen Empfang mit römischen Ziegenkäsebroten und kühlem Met vorbereitet hatte. Im Bechelner Gemeindehaus, dem Landgasthof „Am Limes“, konnten die Gäste die neuen Wandmalereien mit Motiven vom Leben am Limes und die Dauerausstellung römischer Funde besichtigen und anschließend noch den neu angelegten Limesrundweg erwandern, bevor sie anschließend zwischen Dornholzhausen und Geisig an der K 12 von Ortsbürgermeisterin Anita Krebs empfangen wurden um den überprägten Wachport 2/14 und den in der Nähe angelegten Aussichtspunkt mit Sitzgruppe und Hinweistafeln in Augenschein zu nehmen.

Weiter ging die Fahrt ins Römerkastell bei Holzhausen, das nach Meinung der Archäologen das wichtigste noch erhaltene Kastell am gesamten Limes ist und das inzwischen durch erfolgte Freischneidearbeiten, durch neue Hinweistafeln und eine dezente Bekiesung zu einem echten Schmuckstück geworden ist.. Hier hatten die Organisatoren aus dem Kreishaus eine kleine Überraschung eingebaut, denn nicht nur Ortsbürgermeister Frank Hofmann empfing die Konferenzteilnehmer, sondern auch die römische Kohorte XXVI vom Rheinbrohler Verein Broele Trans Rhenum. Ihr Chef, Reinhold Küpper alias Centurio Flavius Linus, begrüßte mit einem lauten „Salvete“ die Eindringlinge und wies sie darauf hin, dass sie sich hier auf römischem Gebiet befänden.

Die bis unter die Zähne bewaffnete Kohorte blieb jedoch friedlich und Reinhold Küpper erzählte einige interessante Details über die Arbeit dieser Freiwilligen-Armee in der Provinz Germanien vor rund 1900 Jahren.

Nach einer Stärkung am römischen Mittagsbüffet im Landgasthof Gemmer im benachbarten Rettert rollte die Limeskonferenz nach Bad Ems, wo der Verein für Denkmalschutz, Geschichte und Landschaftspflege in Person von Jürgen Eigenbrod und seinen freiwilligen Helfern schon an vielen Stellen die Visualisierung des Limes vorangebracht hat. Dieses Mal stellte Jürgen Eigenbrod die neu aufgestellten Hinweistafeln und die kleine Palisade an der Alten Kemmenauer Straße vor. Hier hatte er mit Jugendlichen aus dem Bad Emser Jugendzentrum viele Stunden fleißig gearbeitet.

In Arzbach hatten die Konferenzteilnehmer Gelegenheit, den vor vier Jahren nach einem Brand wieder hergerichteten Stefansturm zu besuchen. Der mühevolle Aufstieg wurde mit dem herrlichen Ausblick über die gesamte Augst bis in die Vulkaneifel belohnt. Am Stefansturm stellte Günter Malkmus vom Arzbacher Verkehrsverein auch die neu aufgestellten Hinweistafeln vor. Ise Thomas freute sich besonders, dass an dieser exponierten Stelle auch das erste von acht so genannten „Sichtfenster“ am Limes innerhalb des Kreisgebiets aufgestellt wurde. Hierbei handelt es sich um eine gezeichnete Abbildung der Aussicht auf den Limes zur Römerzeit mit einem darüber angebrachten Rahmen, durch den man diese Ansicht in die heutige Zeit übertragen kann.

In der Arzbacher Limeshalle, wo der Marienfelser Modellbauer Edgar Defayay auch seine Dioramen mit Szenen aus der Römerzeit ausgestellt hatte, zog Landrat Günter Kern ein positives Resümee der dritten Rollenden Limeskonferenz. Der direkte Vergleich zu den vor zwei Jahren besuchten Stellen am Limes hätte gezeigt, dass sich sehr viel entwickelt habe und dass im Rhein-Lahn-Kreis eine große Begeisterung für den Limes spürbar sei. Die Kampagne Mittellande, die größte Organisation von Rollenspielern in Europa, wird im Herbst eine Ferienfreizeit „Larp am Limes“ für Jugendliche in Arzbach durchführen. Organisator Thomas Hahlbrock, Welterbeförster der SGD Süd, nahm vom Kreischef hierfür einen Spendenscheck entgegen.

Innenstaatssekretär Roger Lewentz versprach, dass das Welterbe Limes seitens der Landesregierung auch in den kommenden Jahren mit festen Fördergeldern versehen werde, denn der Limes soll an seinen 75 Kilometern auf rheinland-pfälzischem Gebiet zu einer echten Attraktion werden. Er verwies hierbei auf die beiden geplanten Limes-Erlebniszentren in Rheinbrohl (Kreis Neuwied) und Pohl (Rhein-Lahn-Kreis) und auf das Holzhausener Kastell. Hier verfüge das Land in wenigen Jahren über echte Pfunde mit denen gewuchert werden könne. Lewentz dankte, ebenso wie bereits Landrat Günter Kern, den vielen ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die vor Ort die Visualisierungsprojekte in unzähligen Arbeitsstunden umsetzen und voranbringen. Er lobte das hervorragende Miteinander von Projektentwicklungsgesellschaft, dem Grabungstechniker der Archäologischen Denkmalpflege und der Limes-Arbeitsgruppe im Bad Emser Kreishaus mit den Vertretern der 19 Ortsgemeinden, die entlang des Limes liegen.

PER - Geschäftsführerin Ise Thomas zog ebenfalls eine positive Bilanz zu dem, was am Limes in Rheinland-Pfalz und insbesondere im Rhein-Lahn-Kreis bisher erreicht wurde. Hierbei wurde deutlich, dass in den Rhein-Lahn-Kreis über 50 Prozent der Fördergelder des Landes für den Limes geflossen sind. Sie wünschte sich noch viele rollende Limeskonferenzen und dankte allen Mitwirkenden aus dem Rhein-Lahn-Kreis für das hohe Maß an Engagement. Für die kommenden Jahre versprach Thomas ein Tourismuskonzept für den Limes, das auch mit der Einrichtung eines durchgängigen Wanderwegs und einem Radwegkonzept einhergehen soll. Sie könnte sich auch vorstellen, im Bereich des Rhein-Lahn-Kreises, insbesondere bei Holzhausen, mit einem Skulpturenweg im Rahmen eines Kunstprojekts des Landes einen attraktiven Eingangsbereich für den rheinland-pfälzischen Limes zu schaffen. Bis zur Bundesgartenschau 2011 in Koblenz sollen diese ehrgeizigen Projekte weitgehend vollendet sein.