Bekannte Bad Emser Bürger 

Max Jacob (1888-1967) 

Max Jacob, Begründer der Hohnsteiner Puppenspiele, entstammt der Familie eines Bad Emser Schreinermeisters. Nach dem Ersten Weltkrieg begründete er das "Hartensteiner" - später "Hohnsteiner" - Puppentheater, mit dem er großen Erfolg hatte. Mit künstlerisch anspruchsvollem, pädagogisch durchdachtem Puppenspiel, das neben den üblichen Kasper-Geschichten auch Theaterstücke wie Faust mit Handpuppen zur Aufführung brachte, erlangten Max Jacob und die Hohnsteiner Weltruhm. In der Vitrine an der Fensterseite sind frühe Beispiele der von Theo Eggink geschnitzten Handpuppen des Hohnsteiner Kaspers zu sehen. 

Prof. Dr. Adolf Bach (1890-1972) 

Das Geburtshaus des Germanisten und Volkskundlers Adolf Bach steht in der Römerstraße 49 (heute Reformhaus gegenüber dem Museum). Bach war Professor der deutschen Philologie an der Universität Bonn und für deutsche Volkskunde an der Universität Straßburg. Seine "Geschichte der deutschen Sprache" erschien in 9 Auflagen und wurde in mehrere Sprachen, unter anderem ins Russische, übersetzt. Auch seine mehrbändige "Deutsche Namenkunde" ist noch immer ein Standartwerk der Germanistik. Um die Erforschung der Stadtgeschichte hat sich Bach mit zahlreichen Arbeiten sehr verdient gemacht. 1960 wurde er Ehrenbürger seiner Heimatstadt. 

Dr. Eduard Aronsohn (1858-1939) 

Der aus Garschen, Memel, stammende Aronsohn kam 1888 als junger Arzt nach Bad Ems. Hier hatte er maßgeblichen Anteil am Aufbau des jüdischen Sanatoriums "Heilquelle", des Kurasyls für Lehrerinnen und des Genesungsheims für Künstler und Gelehrte. 1918 gründete er eine soziale Stiftung. Er wohnte und praktizierte im Haus Mainzer Straße 6. Nachdem er fast ein halbes Jahrhundert als Arzt in Bad Ems gewirkt hatte, musste er 1933 vor der nationalsozialistischen Gefahr aus Bad Ems und aus Deutschland fliehen und wanderte nach Palästina aus. So blieb dem verdienten Bürger das Schicksal vieler Bad Emser Juden, die Ermordung im Konzentrationslager, erspart. 1939 starb Aronsohn in Tel Aviv.


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