Bäckereinrichtung im Nassauer Land nach 1900

1. Ofen:

Deutscher- oder Königswinterofen mit Seitenfeuerung (Allesbrenner), Backfläche und Gewölbe auf Tuffstein.

2. Handmehlsiebmaschine:

notwendig für die Lockerung und Reinigung des Mehles (besonders aus Jutesäcken).

3. Teigwaage:

wichtigstes Gerät in der Bäckerei, diente zum Wiegen der Teiglinge und Zutaten.

4. Arbeitstisch für Teigverarbeitung und formen, zugleich:

Teigmulde, diente zum Ansetzen von Sauerteig (Gärzeit, Teigbereitung).

Mehlmisch- und Lagerbehälter (Hersteller: Wagner/Stellmacher).

5. Sackausklopfmaschine:

Die Jutesäcke wurden von zwei Seiten ausgeklopft, um große Mehlrückstände zu gewinnen.

6. Semmelmühle:

zur Herstellung von Papiermehl.

7. Brechbock:

zur Bearbeitung spezieller Teige, Trieb und Gewürze einarbeiten (2 Mann zum Bedienen erforderlich).

8. Messingkessel:

zum Rühren, Anschlagen von Teigmassen und Abrösten verschiedener Nuß- und Zucker/

Krokantmassen.

9. Kettenwaage/Sackwaage:

wurde besonders bei der Tauschbäckerei (50/100 kg) gebraucht.

10. Tauschbäckerei (um 1930)

Für 1 Ztr. Roggenmehl gab es 33 Brote. Der Backlohn war 15 - 20 Pf. für ein Brot.

11. Teigteilmaschine:

zum Teilen eines Teigstückes (Teigballen).