Die Entwicklung der Pflüge

Am Anfang nutzte man den Stock, um Saatlöcher zu machen. Schließlich entwickelte man einen Spaten und die Hacke (Holz, Stein, Bronze- und Eisenhacken). Später nutzte man eine Astgabel als Hakenpflug zum Aufritzen des Bodens (handgezogen).

Die Römer kannten aber schon die geordnete Feldwirtschaft (zweimal Getreide - ein- bis zweimal Brache) und arbeiteten mit einem Spitzflug mit Eisenspitze, der das ganze Mittelalter hindurch die Pflugarbeit bestimmte.

1. Spitzflug:

Am Pflugbaum war die Pflugsäule angebaut. Die Pflugsäule hielt die Pflugsohle und die aufgesetzte Eisenspitze. Die Eisenspitze wurde bereits geschärft und war versetzbar.

Der Rister-(Steinblech) war seitlich verstellbar und wurde mit einem Haken an die Pflugsäule angehängt (rechts und links).

Das Sech war am Pflugbaum befestigt und seitwärts beweglich. Das Sech schnitt die Pflugkante gerade ab. Beim Pflügen furchte man die Pflugfurche halb ab, halb wurde sie gebrochen.

2. Vorderpflug - er hatte eine Holzachse, eine Tiefenverstellung sowie eine Seiteneinstellung. 3. Der Unterwendigpflug - ca. 1830

Eisenpflugkörper mit breiter Pflugspitze und feststehendem Riester.

4. Der Sachspflug mit Vorschäler - ab 1850

Hatte zwei Pflugschare, 1. Riester, in der Breite verstellbar (Unterwender). Der Vorschäler diente dazu, den Pflanzenbewuchs (Klee oder Gras) flach abzuschälen und in die Furche einzubetten.

5. Der Schaufelpflug - ab 1870

Schar und Riester bildeten eine Einheit (Unterwender). Er wurde zum Unterpflügen von Stallmist und für eine grobe Winterfurche genutzt.

6. Der Selbstgänger - ab 1920

Sachpflug, automatische Feststellung der Furchen, Tiefeneinstellung am Vorderpflug.