Offene Feuerstelle
Der
Fußboden um die offene Feuerstelle besteht aus Stein, der
Küchenboden war früher aus Lehm.
1. Die Feuerstelle war 40 - 50 cm hoch aufgemauert. In der aufgesetzten Steinplatte befindet sich ein Loch zum Trocknen von Holz.
2. Die Feuerzangen sind verstellbar: Indem man "einen Zahn zuletzt", hängt man die Töpfe tiefer.
3. In Suppentöpfen wurde gleich für mehrere Tage vorgekocht. Es hing ständig ein mit Wasser gefüllter Topf über dem Feuer.
4. Der Dreifuß diente als Pfannenhalter.
5. Das Waffeleisen wurde mit dem Teig gefüllt, und direkt in die Glut gesteckt.
6. Im Rauchfang wurden Schinken und Wurst geräuchert. Der Schornstein überragte weit das Dach, damit nicht durch Funkenflug Brandgefahr entstand.
7. Der Leuchtbock hatte einen Kienspan, der in Talg oder in Teer getränkt war. Er reichte für ca. 2 Stunden.
8. Holzteller und Holzlöffel wurden aus Erle, Buche oder Kiefer geschnitzt. Die Holzschüsseln - rund und länglich - dienten zum Vermischen von Lebensmitteln. Das Holzfäßchen barg den Wasservorrat.
9. Der Wassereimer aus Strohgeflecht ist innen mit Wachs ausgestrichen und dadurch wasserdicht.
10. Das Wasserjoch wurde gebraucht, um vom Brunnen 2 Eimer Wasser heranzuschaffen. Es erleichterte das Tragen.
11. Mit dem Blasebalg schürte man das Feuer.
12. Der Mahlstein ist ca. 250 Jahre alt. Mit einem Holztritt wurde der schwere Mahlstein hochgehoben. So konnte man bequem Getreidekörner hineinschütten und verhindern, daß der Mahlstein leerlief und dadurch stumpf wurde.