Die Handarbeit
Handarbeit
war oft Frauenarbeit. Viele Handarbeiten fanden Männer unter
ihrer Würde.
1. Wiesenmesser:
Zum Entwässern feuchter Wiesen wurden Wassergräben ausgehoben.
2. Hacken:
Sie wurden von allem zum Lockern des Bodens zwischen den Hackfrüchten genutzt.
3. Zuckerrübenroder:
Man baute so viele Zuckerrüben an, wie man zum Kochen von Sirup brauchte.
4. Kartoffelkärste:
Mit 2-, 3- und 4 Zinken. Die Kartoffeln wurden von Hand geerntet.
5. Rodekärste:
Der Garten oder Placken wurde alle 10 - 15 Jahre neu angelegt, auf eine Tiefe von 50 cm gerodet.
6. Kartoffelwäsche:
Kartoffeln als Schweinefutter wurden vor dem Kochen gewaschen.
7. Reihenzieher:
Für Saatgut, das in Reihen gesät wurde.
8. Wasserjoch:
Im Garten hat man bei trockenem Wetter viel gewässert. Die Frauen trugen mit dem Wasserjoch zwei Wassereimer von Bach zum Garten.
9. Zweiradkarren:
Mit Wasser bzw. Jauchefaß. Er wurde von Hand gezogen. Wer Ziegen hatte, spannte Ziegen ein (Ziegenkarren).
10. Schubkarren:
Mit ihm wurde Mist aus dem Stall gefahren.
11. Stoßkarren:
a) seit dem 15. Jahrhundert im Gebrauch, mit Verzapfung und aufrecht stehender Vorderwand.
b) ca. 100 Jahre alt, gebogene Vorderwand und Eisenstützen. Sie waren die Transportfahrzeuge für Frauen zwischen Garten und Haus, oder Haus und Backhaus für Teig und Brot, oder um kleine Mengen Futter zu holen. Ein Schultergurt entlastete Hände und Arme während der Fahrt.
12. Leiterwagen:
Ende 19. Jahrhundert. Ersatz für Stoßkarren.
13. Schäferstock:
mit Hundeleine und Schafskrippe - Jedes Haus hatte Schafe. Sie nutzten wirtschaftlich schwer zugängliches Gelände und lieferten Wolle und Fleisch.
14. Weidekörbe:
Die machte man selbst (Winterarbeit in der Küche), ober im Herbst ging der Korbmacher von Haus zu Haus. Die Weide wuchs an den Bächen und wurde jährlich im Winter geschnitten. Vor dem Korbmachern mußte man sie einweichen und sortieren. Man benötigte einen Korbbock, ein Weidenmesser, ein Schälmesser und einen Schläger.