Holzschuhmacher
Bis
ins 19. Jahrhundert hinein trug man bei uns auch Holzschuhe.
Lederschuhe konnten sich nur bessergestellte Leute leisten.
Erlenhohlstämme wurden in Stücke von 25 bis 45 cm Länge
zersägt, in Scheite gespalten und zum Trocknen aufgesetzt.
1. Schnitzbank
Das Holzscheit wurde mit dem Schnitzmesser grob vorgeformt.
2. Schneidbock mit Schadeisen:
Das vorgeformte Holzscheit wurde mit dem Schadeisen in die
äußere Form gebracht. Die Länge ergab sich: 2 cm Holzschuhe =
drei Schuhnummern.
3. Einkeilen in der Werkbank:
a) Löffelbohrer: Ausbohren des Vorder- und Hinterteils
b) Hohlmeißel: Ausmeißeln des Fußraumes
c) Fersenmesser: Glätten und Modellieren des Innenraumes
d) Zieheisen: Glätten der äußeren Form
e) Maßstab: Ausmessen des Innenraumes entsprechend der
Fußgröße
f) Aufschichten zum Trocknen (Bindedraht für ein Paar)
4. In Holzschuhen wurden Schlappen getragen
a) die Sohlen waren aus 8-10 alten Lappen gesteppt
b) für die Seitenteile benutzte man bestickten
Wollstoff