Wäsche- und Kleiderpflege
- die Arbeit der Frau -

1. Wäschepresse mit Schrank (um 1909). Einige große Wäschestücke (z. B. Bettlaken, Tischdecken, ...) wurden auf die Größe der Preßplatte zusammengefaltet und in die Presse gelegt. Nun drehte man das Gewinde so fest wie möglich. Am nächsten Tag konnte die glatte Wäsche in den darunter befindlichen Schrank gesetzt werden.

2. Wäschemangel (um 1920). Die eingefeuchtete Wäsche wurde auf die entsprechende Breite zusammengelegt. Mit der Handkurbel wurden die Walzen in Bewegung gesetzt und die Wäscheteile durchgedreht. Für diese Arbeit benötigte man zwei Frauen.

3. Kohlebügeleisen (um 1900). Das Bügeleisen kann durch sein aufklappbares Oberteil glühende Kohlestücke aus dem Herd aufnehmen. Damit wird seine Sohle erhitzt. Die Hitze überträgt sich auf die Sohle.

4. Bolzeneisen (um 1910). Der Bolzen wurde auf dem Herd erhitzt und von hinten durch ein Türchen in das Eisen hineingeschoben.

5. Plättbügeleisen (um 1920). Meist wurden mehrere Bügeleisen auf dem Herd erhitzt und nacheinander benutzt, so daß ohne Pause gebügelt werden konnte.

6. Rundstrickmaschine (um 1920). Sie wurde zum Stricken von Strümpfen benutzt, bei denen allerdings die Ferse mit der hand gearbeitet werden mußte. Der Wollstrang wurde vom Haspel auf die Spulen gewickelt, die Maschen auf der Maschine aufgeschlagen und der Strickmechanismus mit einer Kurbel in Bewegung gesetzt.

7. Strickmaschine (um 1900). Hierauf wurden nur glatte Teile gestrickt. Beim Hin- und Herschieben des Strickschuhs entstand Reihe für Reihe.

8. Tischnähmaschine (um 1880). Es bedurfte einer Menge Geschicklichkeit, mit der einen Hand die Kurbel der Nähmaschine zu bedienen und mit der anderen das Nähgut zu führen.

9. Kleine Tischnähmaschine (um 1870). Sie war zur damaligen Zeit eine Sensation. Man konnte zwar richtig auf ihr nähen, doch bildete sie nur Kettenstiche.