Die Kuhanspannung

1. Hintergenickjoch: (bis 1867 in Gebrauch)

Es wurde hinter den Hörnern angesetzt. Auf der Stirn befand sich das Kopfkissen. Beide Teile wurden mit Riemen miteinander verbunden und an den Hörnern festgeschirrt. Im Mittelteil befand sich ein Knüppel. Egge und Pflug wurden hier an einer Kette angehängt. Bei der Wagenanspannung befestigte man die Deichsel mittels Eisenringen und zwei Eisennägeln (Jochnägeln) an dem steifen Joch. Der Wagen wurde an der Deichsel gezogen. Beide Kühe oder Ochsen konnten ihre Köpfe nur gemeinsam bewegen. Das Abwehren von Mücken war unmöglich. Sie mußten immer gleichmäßig ziehen und die Köpfe steifhalten.

2. Einzeljoche:

1867 wurde das steife Joch verboten. Man fertigte daraus die Einzeljöche. Jetzt konnte sich jede Kuh frei bewegen; gezogen wurde mittels Ketten an dem Silscheit.

3. Selbstgemachte Einzeljoche - ca. 200 Jahre alt. Wer nur eine Kuh hatte, fuhr sie mit Einzeljoch.
4. Das Kuhkummet:

Aus Holz, das obere Teil ist alt, das untere nachgebaut. Das Oberteil saß auf dem Genick auf, das Unterteil auf dem Brustlappen. Das Oberteil hatte Kettenhaken, an denen die Zugketten eingehakt wurden. Das zweite Kuhkummet hatte auch im Genickteil die Zughaken und verfügt über ein Einspänner-Hintergeschirr.

5. Doppelkummet:

Es war neben dem steifen Joch bis ins 19. Jahrhundert im Gebrauch. Mit einem Stift wurde es vorn an der Deichsel befestigt (der Wagen wurde an der Deichsel gezogen). Bei Pflug- und Eggenarbeit befestigte man die Zugkette auch an diesem Stift.

6. Maulkorb:

Um die Kühe am Fressen zu hindern, bediente man sich des Maulkorbs.

7. Bilder:

Die Bilder zeigen ein Kuh- und ein Pferdegespann vor dem Kartoffelroder. Die beiden anderen zeigen Frauen und Männer beim Kartoffellesen.