Sattler
Seine
Aufgabe ist es, aus Leder, Holz und Metall Riemen und
Zuggeschirre herzustellen. Die Sattler gingen von Hof zu Hof und
fertigten die Geschirre an. Später entwickelten sie größere
Handwerksgeräte, die man nur in Sattlerwerkstätten nutzen
konnte. Zum Pferdegeschirr gehörte: Plattgeschirr, Kummet,
Sattel, Hintergeschirr, Kopfgestell. Zum Kuhgeschirr gehörte das
Zubehör zum Steifen Joch, Kopfgestelle, später Stirnjoch und
Hintergestell. Im 19., und 20. Jahrhundert wurden auch
Treibriemen und Polstermöbel hergestellt. Heute beschränkt sich
der Sattler auf die Reparatur und Herstellung von Polstermöbel
sowie Geschirr für den Reitsport (Reitsättel).
1. Schablonen
Mit ihrer Hilfe wurde das Kummet angemessen - die hölzernen Kummetspäne und die Lederteile zugeschnitten.
2. Der Kummetstock
Auf ihm wurde das Kummet vorgefertigt.
3. Nähroß-Nähklobe
Mit ihrer Hilfe wurden die Lederstücke beim Nähen zusammengepreßt. Mit dem Ahl wurden die Löcher vorgefertigt und mit dem Nähahl das mit Wachs überzogene Nähgarn durchgezogen. War größere Haltbarkeit und Zugfestigkeit gefordert, wurden Breitlöcher gestochen und mit Schweinelederriemen vernäht.
4. Schärfmaschine
wird benutzt, um das Leder an den Enden auszudünnen, damit beim Aneinandernähen keine Stoßstellen entstehen.
5. Nähmaschine
zum Nähen von Regendecken, Lederriemen und Stoff.
6. Nadelkissen
7. Werkzeugbrett mit Ahle, Halbmond zum Lederschneiden, Glättholz.
8. Tisch zum Montieren der Kummet.
9. Zubehörschränkchen
10. Sitznähklobe mit Spannen
11. Kardiermaschine
12. Kummetbock zum Ausrichten des Kummets.