Schmied
ist
einer der ältesten Berufe. Er war schon in der Bronzezeit und in
der gesamten Eisenzeit bekannt. Die alte Schmiede war eine
verräucherte Rumpelkammer, weil alle verrosteten Eisenstücke
aufgehoben wurden. Die Arbeit des Schmiedes war körperliche
Schwerstarbeit. Sie fand zwischen der Hitze des Schmiedefeuers
und der kalten Schmiede bzw. des Vorraumes statt.
1. Esse mit Feuerstelle, Abschrecktrog und Kohlebevorratung.
In der Feuerstelle wurde ein Gluthaufen aufgehäufelt. Das Erhitzen des Eisens war eine "Geheimwissenschaft". Zum Verschweißen mußte das Eisen weißglühend sein (der Meister prüfte es mit Meersand). Färbte sich die Flamme grün, konnte das Schweißen beginnen.
2. Blasebalg:
Er hing an der Decke und war zur Belüftung der Feuerstelle notwendig und wurde von Hand betätigt. Es gab aber auch den Antrieb über ein Hundelaufrad.
3. Amboß - 1938
Später erhielt der Amboß auf einer Seite ein rundes und auf der anderen Seite ein Vierkantrohr. Er stand auf einem Holzklotz, rundum mit den Stichlingen behängt.
4. Hämmer und Zangen, ca. 30 Stück, selbstgemacht. Für jeden Arbeitsvorgang benutzte man einen besonderen Hammer oder eine besondere Zange.
5. Das Aufziehen der Eisenreifen auf das Holzrad: Biegen des Eisens auf dem Holzbock - später Biegemaschine. Verschweißen der Enden (16 mm kürzer als Holzrad), Erwärmung des gesamten Eisens, Aufziehen mit Hilfe der Zugeisen, Abkühlen im Wasserbad.
6. Hufbeschlag - mit Beschlagbock und Beschlagtisch.
Arbeitsgänge: Beschneiden und Raspeln des Hufes, Schmieden und Anpassen des Eisens, Aufbrennen des Eisens, Nageln und Glattfeilen der Nägel (bis zur Lebenslinie). Bei Kühen und Ochsen wurde nur die äußere Klaue beschlagen. Mittels Maulknebel (Ansatz an der Nase) erreichte man das Stillhalten unruhiger Tiere.
7. Zahnpflege mit einem Maulgatter (Maulsperre) wurde das Maul geöffnet, mit der Feile konnte man die ungleich abgeschliffenen Zähne befeilen.
8. Handbohrmaschine mit Schwungrad zum Bohren der Löcher.
9. Schleifstein - Sandstein. Zum Schleifen von Äxten, Meißeln, Hacken, Messern und so weiter mußte der Schleifstein feucht gehalten werden.