Wohnzimmer
Ein
Wohnzimmer dieser Größe wurde im Sommer nur zu Familienfesten
und sonntags, im Winter von der ganzen Großfamilie (10 bis 15
Personen) genutzt ("gut Stubb"). Dann wurde hier auch
der Webstuhl aufgestellt.
1. Die Lehnebank hinter dem Tisch war die Sitzgelegenheit der Männer, abends spielten sie auf der Zither Hausmusik, wenn sie sich nicht mit Besenbinden, Korbflechten oder Schnitzarbeiten beschäftigten. Die Frauen strickten, nähten oder flickten.
2. Die Bankkiste war eine ausziehbare Schlafbank und Bett für zwei Kleinkinder.
3. Der zweistöckige Ofen - in manchen Häusern gab es auch dreistöckige - enthielten ein Schiff in der Rückwand für heißes Wasser. Er war die einzige Heizquelle im Haus außer dem Küchenherd.
4. Die Schreibkommode enthält ein Geheimfach für Geld, Schmuck und Urkunden.
5. Der kleine Wandschrank von 1822 diente zur Aufbewahrung von persönlichen Dingen.
6. Die Wanduhr stammt aus der Gründerzeit.
7. Das Bild zeigt eine mittelalterliche Wohnküche.
8. Zwei Bilder sind den Lebensstufen des Mannes und der Frau gewidmet.
9. Die Nähmaschine von Strauß & Sohn (Nastätten um 1880) besaß nur den Gradstich, doch ließen sich alle anfallenden Näharbeiten damit ausführen.
10. Das Schaukelpferd stellte ein überaus kostbares Spielzeug für die Kinder dar.
11. Auf dem Spinnrad wurden Schafwolle und Leinen gesponnen. "Spinnen am Abend", wenn die Familie beisammensaß, war "erquickend und labend". Und es entstand das Material, das zum Stricken und Weben gebraucht wurde.