Braubach:
Marksburg
Marksburg
56338 Braubach
Sitz der Deutschen Burgenvereinigung e.V.  

Ansprechpartner:
Gerhard Wagner,
Tel.: 02627 206, Fax: 02627 8866
eMail: marksburg@deutsche-burgen.org

Homepage: www.marksburg.de

Weitere Informationen - auch zur Marksburg in Japan

Öffnungszeiten:
Ostern bis 31. Oktober: täglich von 10.00 - 17.00 Uhr,
1. November bis Ostern: täglich von 10.00 - 16.00 Uhr

Eintritt: 4,50 Euro, erm.  4 Euro (Kinder unter 6 frei); Familienkarte 12,50 Euro.

So lebten die alten Rittersleut’
Die Marksburg über Braubach, die einzige nie zerstörte Höhenburg am Rhein, ist an sich schon ein AussteIIungsstück. Um 1200 erbaut, dokumentieren die verschiedenen Baugruppen und mehrfach gestaffelten Zwingermauern die Entwicklung des Burgenbaus vom hochmittelaIterIichen Wehrturm bis zur bastionierten Festung der frühen Neuzeit.

Doch nicht nur die Baugeschichte der Marksburg, die Baumaterialien und Bautechniken werden gezeigt. Schwerpunkt der Ausstellung ist das Alltagsleben auf einer Burg der Zeit um 1500. Wie sah eine Küche aus? Womit wurde gekocht? Wo schlief man? Wie wurden die Räume beheizt? Einfach war das Burgleben nicht, und von Bequemlichkeit oder gar Luxus konnte keine Rede sein. Das Schlafgemach war oft der einzige beheizbare Raum, was sich auch im historischen Namen Kemenate widerspiegelt: Er leitet sich ab vom lateinischen caminata = Kamin. Auch das Mobiliar war schlicht und zweckmäßig, Truhen in den verschiedensten Größen und Ausführungen waren die wichtigsten Möbelstücke. Im ehemaligen inneren Zwinger der Marksburg wurde 1969 ein Kräutergarten angelegt, in dem heute (in der Vegetationszeit) rund 170 verschiedene Pflanzenarten zu sehen sind, von denen wir aufgrund der Quellen wissen, dass sie im Mittelalter genutzt und gezogen wurden. Für den Kräutergarten wird auch eine Sonderführung angeboten.

Seit einigen Jahren wird die Burg wieder verputzt, auch die Farbfassungen werden befundgetreu wiederhergestellt. Bald wird die Marksburg wieder wie im Mittelalter hell und leuchtend auf dem Gipfel aufragen. Ganzjährig geöffnet, kann hier unter sachkundiger Führung das Mittelalter hautnah erlebt werden.