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Museumsfahrt zu zwei Ausstellungen:
“Georges Seurat“ und „Ernst Ludwig Kirchner“

Nr. 043 – 9. Februar 2010 / Rhein-Lahn-Kreis
. Frankfurt ist immer eine Reise wert, aber für Kunstinteressierte lohnt es sich im Frühjahr ganz besonders. Zwei sehr interessante Ausstellungen sind dann zu sehen. Eine Museumsfahrt zu beiden Ausstellungen bietet die Kreisvolkshochschule des Rhein-Lahn-Kreises als besonderes Erlebnis an. Die Fahrt findet am Samstag, 8. Mai, statt. Besucht werden zwei fantastische Maler in Frankfurt: Am Vormittag in der Schirn Kunsthalle die Ausstellung „Georges Seurat“, der Vertreter des von ihm entwickelten Pointillismus. Eine Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts. Nachmittags geht es ins Städel Museum zum Besuch der Retrospektive „Ernst Ludwig Kirchner“, Gründungsmitglied der „Brücke“ und einer der bekanntesten Maler des Expressionismus. Für beide Ausstellungen haben internationale Museen wie MoMa New York, Kunsthaus Zürich, Centre Pompidou, Neue Nationalgalerie großartige Leihgaben zur Verfügung gestellt.

Zur Museumsfahrt: Abfahrt ist am Samstag, 8. Mai, um 8.30 Uhr ab Kreishaus in Bad Ems, Insel Silberau 1. Die Rückfahrt ist für ca. 17 Uhr ab Frankfurt mit Ankunft in Bad Ems ca. 19 Uhr geplant. Die Leitung der Fahrt hat Rosa Rex übernommen. Die Fahrt wird begleitet von Kunsthistoriker Dr. Alkmar von Ledebur. Er wird bereits auf der Hinfahrt mit vielen interessanten Informationen zu den Ausstellungen aufwarten.
Die Teilnahme an der Museumsfahrt kostet pro Person 46 Euro (inkl. Fahrt, Eintritte, Führungen), Kinder und Jugendliche zahlen 35 Euro. Die Fahrt findet bei mindestens 30 Teilnehmenden statt. Eine vorherige schriftliche Anmeldung ist erforderlich.

Der französische Neoimpressionist Georges Seurat gilt als Ikone der bildenden Kunst des 19. Jahrhunderts. Bis zu seinem frühen Tod im Alter von 31 Jahren schuf er ein bedeutendes OEuvre. In der Auseinandersetzung mit den Bildvorstellungen der Impressionisten und den neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der Farbtheorie entwickelte Seurat jene Malweise, die als Pointillismus in die Kunstgeschichte einging und späteren Kunstschaffenden zu einer wichtigen Inspirationsquelle wurde. Seurat komponierte seine Werke akribisch aus zahllosen kleinen, nebeneinander angeordneten Farbtupfern, die sich auf der Netzhaut des Betrachters vermischen und so einzigartige Farbwelten entstehen lassen. Mit rund 60 Gemälden, Ölstudien und Zeichnungen aus öffentlichen und privaten Sammlungen aus u. a. London, Paris, Zürich, New York und San Francisco bietet die Ausstellung einen repräsentativen Überblick und nimmt zugleich einen wichtigen Aspekt in Seurats OEuvre in den Blick: die Figur im Raum. Sowohl das malerische als auch das zeichnerische Werk künden von seinem großen Interesse an diesem Sujet, dem er sich während seiner gesamten Schaffenszeit widmete.

Ernst Ludwig Kirchner (1880–1938), Gründungsmitglied der Künstlervereinigung "Brücke" und einer der bedeutendsten Künstler des Expressionismus, hatte prägenden Einfluss auf die Kunst der klassischen Moderne. Das Gesamtwerk des Malers, Grafikers und Bildhauers würdigt das Städel Museum nun mit der ersten, 170 Werke umfassenden Retrospektive in Deutschland seit 30 Jahren.
"Ich staune über die Kraft meiner Bilder im Städel", schrieb Kirchner am 21. Dezember 1925 in sein Tagebuch. Kirchners Beziehungen zum Städel und zu Frankfurt waren eng. In Frankfurt fand 1916 nicht nur eine der ersten Kirchner-Ausstellungen überhaupt statt, das Städel war auch das erste Museum, das 1919 Gemälde von Kirchner erwarb. Aufbauend auf der hauseigenen Kirchner-Sammlung, die mit zahlreichen Hauptwerken zu den bedeutendsten weltweit zählt, präsentiert die Ausstellung Werke aus allen Schaffensphasen des Künstlers. Den Gemälden und Arbeiten auf Papier werden Skulpturen und Kunsthandwerk Kirchners zur Seite gestellt, um so den Facettenreichtum seines Œuvres zu veranschaulichen.

Neben Werken aus den klassischen Etappen der "Brücke-Zeit" mit ihren Aktdarstellungen, den Arbeiten aus den vom Großstadtleben bewegten Berliner Jahren mit den Straßenszenen, den Gemälden, welche die Existenzängste im Ersten Weltkrieg widerspiegeln, sowie den Davoser Arbeiten mit Sujets der Schweizer Bergwelt werden auch das weniger bekannte Früh- und Spätwerk des Künstlers vorgestellt. Letztere, kontrovers diskutierte Arbeiten im "Neuen Stil", die durch kompromisslose Flächigkeit und einen hohen Abstraktionsgrad über-raschen, werden in Frankfurt erstmals in vollem Umfang gemeinsam mit seinen Hauptwerken zu sehen sein. Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Künstler in seinem Frühwerk vor allem durch die französische Kunst inspirieren ließ. Die Retrospektive ermöglicht einen neuen Blick auf die verblüffende Modernität Kirchners, dessen exzessives Leben in seiner Kunst auf unvergleichliche Weise seinen Niederschlag fand.

Information und Anmeldung:
KVHS Rhein-Lahn, Telefon 02603 972-163
im Internet: www.kvhs-rhein-lahn.de  









 
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