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Die
Ausstellung im großen Sitzungssaal und dem Foyer im ersten Stock des
Kreishauses wird am 20. März, um 18 Uhr durch Landrat Günter Kern
eröffnet. Der Eintritt ist frei. Die ausgestellten Werke sind dann bis
Freitag 9. April zu den regulären Öffnungszeiten der Kreisverwaltung zu
sehen. |
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Sechs Kunstschaffende bei der Frühlingsausstellung im Kreishaus
Nr. 063 – 25. Februar 2010 / Rhein-Lahn-Kreis. Schon Tradition ist
die große Frühlingsausstellung im Kreishaus in Bad Ems, in der
herausragende heimische Künstler die Chance erhalten, sich einem breiten
Publikum vorzustellen. In diesem Frühjahr bietet das Kreishaus ein ganz
besonderes Forum für Künstler und Publikum, denn erstmals werden
heimische Künstler ausstellen, die zugleich als Lehrer an der
Kreisvolkshochschule unterrichten. „Kunst kommt von Können, doch Vieles
ist erlernbar“ heißt denn auch der treffende Titel der Ausstellung, die
Landrat Günter Kern am Samstag, 20. März, um 18 Uhr eröffnen wird.
Können echte Künstler auch Kunstlehrer sein? Oder umgekehrt: Kann jemand
der Kunst unterrichtet zugleich ein „richtiger“ Künstler sein? Die
Frühlingsausstellung gibt auf diese Fragen eine überzeugende und
zugleich sechsfache Antwort. Ja, Kunst lehren und Kunst schaffen geht
zusammen, dies zeigen im Kreishaus insgesamt sechs Künstler, welche seit
Jahren schon interessierte Laien, Kunstliebhaber und kreative
Hobbykünstler in viel besuchten Kursen der Kreisvolkshochschule in die
Geheimnisse des künstlerischen Schaffens einführen. Die sechst Künstler
vertreten dabei die unterschiedlichsten Genres, womit die
Frühlingsausstellung zugleich eine der vielfältigsten Kunstschauen der
vergangenen Jahre im Rhein-Lahn-Kreis sein dürfte.
Da sind zunächst die Keramiken von Sieglinde Müssig-Jarnicki. Die
Künstlerin, die die Fachschule für Keramikgestaltung in Höhr-Grenzhausen
absolviert hat, betreibt seit 1992 ein eigenes Atelier in Eppenrod, Im
Mittelpunkt ihrer Arbeit setzt die Auseinandersetzung mit Worten und
Texten, die sie „Wort-Schrift-Ton-Experimente“ nennt. Bei ihr nehmen die
Buchstaben, Worte und Texte im Wortsinne „Gestalt“ an, werden zu
körperlichen, dreidimensionalen Gestaltungen. Der Portraitfotografie hat
sich dem gegenüber die Künstlerin Franziska Scherer aus Bendorf
verschrieben. Ein besonderes Kennzeichen ihrer Arbeit ist der sensible
Umgang mit dem Licht und den Stimmungen, die das Licht erzeugt.
Lichtgestaltung ist für sie der wichtigste Teil, um einem Foto
künstlerische Aussagekraft zu verleihen.
Seit vielen Jahren ein bekannter Name in der heimischen Malerszene ist
Willi Britschgi aus Lahnstein. Seine Landschaften, Tierportraits und
Stillleben zeugen von einer fast altmeisterlichen Beherrschung des
malerischen Handwerks. Nicht minder vollendet ist die Technik des
Metalldesigners Volker Hentschel. Seine Arbeiten in Gold und Silber
haben längst die Grenzen des Schmuckdesigns, des Kunsthandwerks
gesprengt und öffnen sich der freien künstlerischen Gestaltung.
Menschen und Landschaften wird Josch Braun bei der Ausstellung zeigen.
Der Maler, der sein Atelier in St. Goarshausen hat, wurde vor allem
durch seine „Möhren“ bekannt, doch sein Schaffen geht weit darüber
hinaus. „Begegnungen“ könnte als Motto für sein gesamtes Werk dienen,
Begegnungen mit Menschen, Dingen, Landschaften, die er auf eine
vielfältige Weise, ob mit Öl oder Spachtel und auch fotografisch
festhält. Rodica Rumpf schließlich hat sich hauptsächlich der Öl- und
Acrylmalerei verschrieben. Menschliche Körper, Blumen, Dinge werden in
kräftigen Farben bis in die Abstraktion hinein ihr Motiv, womit die aus
Rumänien stammende und in Biebrich lebende Künstlerin es versteht, dem
Betrachter einen weiten Interpretationshorizont offen zu lassen.
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