Geburtsblumen Mai

Die Geburtsblumen für den Mai und ihre Bedeutung

Mai hat zwei klassische Geburtsblumen: Maiglöckchen und Weißdorn. Sie erzählen Geschichten von Frühling, Neubeginn und stiller Stärke. In diesem Text erfährst du kompakt, wofür beide stehen und wie du ihre Symbolik im Alltag aufgreifen kannst.

Was sind Geburtsblumen?

Geburtsblumen sind Monatsblumen: Jedem Kalendermonat werden bestimmte Blüten zugeordnet, die einen Geburtstag begleiten und symbolisch etwas über die gefeierte Person erzählen. Solche Zuschreibungen findest du in alten Almanachen, Büchern zur Blumensprache und heutigen Geschenkideen.

Die Idee hat alte Wurzeln. Bereits Römer und Griechen ehrten Jahreszeiten mit typischen Pflanzen; im Mittelalter verbanden Feste und Heiligenkalender einzelne Monate mit ikonischen Blüten. Im 19. Jahrhundert machte die „Sprache der Blumen“ diese Zuordnungen populär und lieferte kleine, leicht lesbare Signale.

Eine einheitliche Liste existiert nicht, doch viele Quellen stimmen überraschend oft überein. Region, Zeit und Verlag prägen die Auswahl, weshalb du gelegentlich Varianten siehst. Für den Mai werden am häufigsten das Maiglöckchen sowie der Weißdorn genannt — zwei Motive, die Frühling auf den Punkt bringen.

1. Geburtsblume Mai: Das Maiglöckchen

Geburtsblume Mai: MaiglöckchenDie kleinen, schneeweißen Glocken melden den Frühling so leise wie eindeutig. Ihr Duft füllt den Garten, ohne laut aufzutreten, und genau dieses Zurückhaltende macht die Blume so besonders.

Bedeutung des Maiglöckchens

Die Blumensprache hat dem Maiglöckchen klare Symbole zugeordnet. Du kannst damit Komplimente übermitteln, ohne viele Worte zu machen.

  • Sanftmut: Die zarten Blütenköpfchen neigen sich leicht, was für freundliches Auftreten und milde Art steht.
  • Treue: Jedes Jahr erscheinen die Triebe am selben Platz, weshalb die Pflanze für beständiges Fühlen gilt.
  • Neubeginn: Die Blütezeit fällt in den frühen Mai, ein Zeitraum, der für frische Kapitel im Leben steht.
  • Bescheidenheit: Die Blume bleibt niedrig und sucht den Schatten, darum wird sie mit unaufdringlichem Wesen verbunden.
  • Hoffnung: Das helle Weiß wirkt wie ein kleines Licht im Unterholz, ein Bild für Zuversicht nach langen Wintern.
  • Reinheit: Klare Linien, klare Farbe, klarer Duft — daraus leitet sich das Motiv schlichter Aufrichtigkeit ab.

Geschichte der Maiglöckchen

Im Garten fühlen sich Maiglöckchen unter Gehölzen wohl. Halbschatten bis Schatten, humusreicher, gleichmäßig frischer Boden und Ruhe zum Ausbreiten über Rhizome — so gedeihen sie verlässlich. In Töpfen klappt es ebenfalls, solange du ihnen kühle Wurzeln gönnst. Hinweis für den Alltag: Alle Pflanzenteile sind giftig, also achte auf Kinder und Haustiere.

Botanisch läuft die Art unter Convallaria majalis. In Kultur findest du Spielarten wie ’Albostriata’ mit gestreiften Blättern, ’Rosea’ mit rosigen Glöckchen oder kräftiger wachsende Auslesen für üppige Horste. In Brautsträußen tauchten sie häufig auf; in der Parfümerie steht der Name für einen ikonischen Duft, der meist synthetisch nachgebaut wird, weil die frische Blume kaum extrahierbar ist.

Noch ein Exkurs zu Nelken: Die beliebten Dianthus gelten als langlebige Schnittblumen, reagieren jedoch empfindlich auf Ethylen — halte sie deshalb fern von reifendem Obst, damit Sträuße länger frisch wirken.

2. Geburtsblume Mai: Der Weißdorn

Geburtsblume Mai: WeißdornZwischen Hecken glänzen im Mai weiße Schirmchen, und plötzlich wirkt jede Feldkante feierlich. Weißdorn bringt dieses Gefühl von Aufbruch mit, aber auch eine gewisse Ruhe, die aus alten Heckenzeilen spricht.

Bedeutung des Weißdorns

Traditionen schreiben dem Strauch klare Symbole zu. Wenn du jemandem im Mai gratulierst, erzählt ein Zweig mehr als viele Worte.

  • Schutz: Dichte Zweige und kräftige Dornen wehren ab, daher steht Weißdorn für das Bewahren dessen, was dir wichtig ist.
  • Herzkraft: Blüten und Früchte gelten in der Volksheilkunde als Zeichen fürs Herz; daraus wird Mut, Wärme und Verbundenheit gelesen.
  • Standhaftigkeit: Wind, Schnitt und Frost steckt der Strauch gelassen weg, weshalb er für verlässliches Verhalten steht.
  • Erneuerung: Nach kargen Monaten explodiert die Krone mit weißer Fülle — ein Bild für frische Kapitel im Leben.
  • Achtsamkeit: Dornen erinnern daran, Grenzen zu respektieren, auch im Miteinander.
  • Lebensfreude: Spätsommerliche rote Früchte setzen einen heiteren Abschluss unter die Saison, was man als Lust am Leben deutet.

Geschichte des Weißdorns

Gepflanzt wird Weißdorn vor allem als Hecke entlang von Feldrainen, in Bauerngärten, Parks und am Siedlungsrand. Auch als kleiner Baum macht er im Vorgarten eine gute Figur; in großen Kübeln klappt es, wenn du regelmäßig wässerst und zurückschneidest. Vorsicht bei der Pflege: Die Dornen sind hart und lang.

Zur Gattung Crataegus zählen bei uns besonders C. monogyna (eingriffelig) und C. laevigata (zweigriffelig). Beliebte Zierformen sind ’Paul’s Scarlet’ mit gefüllten, rosaroten Blüten, ’Crimson Cloud’ mit weißem Auge sowie schlank wachsende Auslesen für schmale Beete. Unterschiede zeigen sich bei Griffelzahl, Blattform und Blühfülle.

Spannend ist außerdem der Brauch rund um den Maifeiertag: In Teilen Westeuropas schmückte man Türen und Plätze mit frischen Zweigen. Der Strauch liefert zudem im Herbst rote „Hagefrüchte“, die sich nach dem Frost zu Gelee oder Tee verarbeiten lassen. Vögel nutzen das Geäst als sicheren Nistplatz — ein weiterer Grund, warum Hecken mit Weißdorn so lebendig wirken.

Bastel- und Geschenkideen mit Monatsblumen

Maiglöckchen und Weißdorn lassen sich wunderbar in kleine Projekte einbinden. Achte bei echten Maiglöckchen auf die Giftigkeit und verwende sie nur für dekorative Zwecke außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren.

Basteleien

  • Herbar-Bild im Rahmen: Gepresste Blüten auf säurefreiem Papier arrangieren, etikettieren und hinter Glas fixieren.
  • Lesezeichen: Schmale Laminierstreifen mit einzelnen Glöckchen oder zarten Weißdornblüten befüllen und verschweißen.
  • Kerzenmantel: Dünne Wachsplatten leicht erwärmen, Blüten einlegen, um eine schlichte Stumpenkerze legen und andrücken.
  • Monatskranz: Einen kleinen Ring aus Weide binden, mit Weißdornzweigen stecken und mit Band versehen.
  • Briefsiegel: Ein Stempel mit Maiglöckchen-Motiv verleiht Einladungen oder Dankeskarten eine ruhige Note.
  • Linoldruck: Ein reduziertes Blütenmotiv schneiden und Karten, Hefte oder Umschläge damit bedrucken.
  • Stickkarte: Auf festem Karton Löcher vorstechen und ein Maiglöckchen-Schema mit Garn nachziehen.
  • Fototransfer: Ein altes Foto eines Heckenwegs auf Holz übertragen und mit getrocknetem Weißdorn akzentuieren.

Geschenke

  • Kleine Vase: Ein schlichter Mini-Strauß mit Weißdornzweig im Glas passt auf Schreibtisch oder Fensterbank.
  • Duftbrief: Ein dünnes Säckchen mit getrocknetem Grün beilegen und einen handgeschriebenen Gruß ergänzen.
  • Resin-Anhänger: Einzelne Weißdornblüten in Harz gießen und als Kette oder Schlüsselanhänger verschenken.
  • Notizbuch: Ein Umschlag mit Maiglöckchen-Druck, dazu ein feiner Stift — fertig ist ein persönliches Set.
  • Kerzenpaar: Zwei zarte Kerzen mit Blütenapplikation und kleinem Zündholzheftchen bündeln.
  • Motivdruck fürs Zuhause: Ein hochwertiger Artprint mit Maiglöckchen-Illustration im schmalen Holzrahmen.
  • Grußkarte mit Einlegeblatt: Vorne Weißdorn gezeichnet, innen ein separates Blatt für lange Wünsche.
  • Tischdeko zum Geburtstag: Schmale Reagenzgläser mit Wasser füllen, je eine Blüte einstellen und an den Platz legen.

Was ist deine Geburtsblume?

Suchst du die Blumen deines Geburtsmonats? Die Liste macht es leicht.

  • Geburtsblume im Januar: Nelke, Schneeglöckchen
  • Geburtsblume im Februar: Veilchen, Schlüsselblume
  • Geburtsblume im März: Narzisse, Jonquille
  • Geburtsblume im April: Gänseblümchen, Duftwicke
  • Geburtsblume im Mai: Maiglöckchen, Weißdorn
  • Geburtsblume im Juni: Rose, Geißblatt
  • Geburtsblume im Juli: Rittersporn, Seerose
  • Geburtsblume im August: Gladiole, Mohn
  • Geburtsblume im September: Aster, Prunkwinde
  • Geburtsblume im Oktober: Ringelblume, Kosmee
  • Geburtsblume im November: Chrysantheme
  • Geburtsblume im Dezember: Narzisse (Papierweiße), Stechpalme