Kundenstopper: Passanten mit digitalen Aufstellern ansprechen

Wie Einzelhändler mehr Laufkundschaft in ihr Geschäft locken

Seit mehreren Jahren kämpft der Einzelhandel mit einem schwächer werdenden Kundenstrom. Verantwortlich dafür sind neben dem Konkurrenzdruck des Online-Handels wirtschaftliche Herausforderungen, die Krisen und Kriege nach sich ziehen.

Weniger Kunden sind für viele Einzelhändler gleichbedeutend mit einem geringeren Umsatz. Um dennoch wettbewerbs- und wirtschaftsfähig zu bleiben, suchen sie nach Wegen, um Laufkundschaft in ihre Geschäfte zu locken. Die folgenden Ideen können dabei helfen:

Nicht nur im Online-Handel ist es essenziell, seine Zielgruppe zu verstehen und spezifisch ansprechen zu können. Noch wichtiger ist die zielgruppenrelevante Werbung im stationären Einzelhandel. Denn anders als im Internet spricht man damit nicht mehrere Millionen Menschen an, sondern gezielt diejenigen, die am Geschäft vorbeikommen.

Eine Möglichkeit, um Passanten zu stoppen und auf die Angebote im Laden aufmerksam zu machen, besteht in modernen Digital-Signage-Lösungen. Ein digitaler Aufsteller vor einem Laden oder in dessen Eingangsbereich fesselt die Aufmerksamkeit der Vorbeilaufenden. Das setzt allerdings voraus, dass das Display gut sichtbar und auf Augenhöhe ist.

Daher sollten die digitalen Werbeschilder in Blickrichtung der Passanten platziert werden. Zudem kommt es darauf an, die Blendwirkung von Sonnenstrahlen und künstlichem Licht zu vermeiden oder wenigstens bestmöglich zu reduzieren.

Aufmerksamkeitsgarant: Das Schaufenster saisonal dekorieren

Der deutsche Einzelhandel muss zukünftig verstärkt um Kunden kämpfen. So zeigen Studien, dass dauerhaft 25 Prozent weniger Kunden im stationären Handel einkaufen werden. Um dennoch ausreichend Umsatz zu generieren, müssen Einzelhändler vermehrt auf die Laufkundschaft setzen.

Mit einem auffallend dekorierten Schaufenster können sie Passanten auf ihren Laden und dessen Angebot aufmerksam machen. Um den Blick auf das Schaufenster als eine Art analoge Werbetafel zu lenken, kommt es auf mehrere Faktoren an:

  • eine gute Beleuchtung
  • eine saisonal passende und stimmige Farbgestaltung
  • ein eingängiger und zum Angebot passender Text

Neben der klassischen Gestaltung lohnt es sich, ein Überraschungsmoment einzubauen. Dabei kann es sich etwa um ein ungewöhnliches Accessoire handeln.

Duftnote: Mit angenehmen Gerüchen arbeiten

Ob Parfümerie, Schokoladenladen oder Teestube – wer in seinem Geschäft mit duftenden Dingen arbeitet, sollte sie für die eigene Werbung nutzen. So ist es bei angenehmen Wetterbedingungen sinnvoll, die Ladentür offen stehen zu lassen, sodass die ansprechenden Düfte auf die Straße wehen.

Bei einem köstlichen Schokoladenduft oder einem würzigen Kräuteraroma gehen einige Passanten gern der Nase nach – und direkt ins Geschäft hinein. Dabei spricht ein verlockender Geruch nicht nur die Laufkundschaft an. Er kann gleichzeitig zu einem Spontankauf animieren und kommt damit als cleverer Umsatztreiber infrage.

Eventmarketing: Besondere Erlebnisse für Laufkunden bereithalten

Kaum etwas lockt Laufkunden schneller in ein Geschäft als die direkte Ansprache. Dabei geht es nicht darum, seine Waren wie ein Marktschreier aus alten Tagen feilzubieten. Sinnvoller sind Kundenevents, die schnell für Aufmerksamkeit sorgen. Dazu gehören etwa Verkostungen, Gewinnspiele oder Test-Aktionen.

Für ein bestmögliches Ergebnis sollten Events gut geplant sein. In bestimmten Fällen steht jedoch auch spontanen Ereignissen nichts im Weg. So können Einzelhändler, die selbstgemachte Snacks oder Getränke anbieten, vorbeigehenden Passanten ihre Leckerbissen anbieten. Sprechen sie die Geschmacksknospen an, stehen die Chancen gut, die Laufkundschaft in den Laden zu locken.

Aber Achtung: Reine Probiergrößen dürfen meist ohne Auflagen an Passanten verteilt werden. Wer jedoch außerhalb seines Geschäfts einen Stand mit Kostproben aufbauen möchte, muss dafür unter Umständen eine Genehmigung beantragen.