Ein Fernseher wird heute schnell größer, ein Wohnzimmer selten. Genau daraus entsteht das Problem, das viele nach dem Aufbau ihrer Anlage bemerken. Stimmen klingen dünn, Musik wirkt flach und bei Filmen fehlt die untere Ebene vollständig. Das Fundament für satten Heimkino-Klang legt ein aktiver Subwoofer fürs Wohnzimmer, weil normale Regallautsprecher tiefe Frequenzen kaum abbilden können. Ihre Membranfläche ist dafür schlicht zu klein.
Was ein Subwoofer tatsächlich übernimmt
Ein Subwoofer ist ein Lautsprecher ohne Hochtöner, der ausschließlich den Tiefton wiedergibt. Sein Gehäuse fällt größer aus, weil tiefe Töne aus langen Schallwellen bestehen und Volumen brauchen. Der eigentliche Gewinn liegt aber nicht nur im zusätzlichen Bass. Sobald der Subwoofer den Tiefton übernimmt, müssen die übrigen Lautsprecher diesen Bereich nicht mehr stemmen und klingen im Mittelton deutlich sauberer. Der gesamte Klang wirkt dadurch aufgeräumter.
Aktiv oder passiv
Aktive Modelle haben den Verstärker im Gehäuse und werden direkt an die Steckdose angeschlossen. Der Verstärker ist dabei genau auf das verbaute Chassis abgestimmt, was die Einrichtung vereinfacht. Passive Modelle brauchen einen separaten Verstärker und kommen vor allem bei Veranstaltungen und im halbprofessionellen Bereich zum Einsatz. Für das Wohnzimmer ist die aktive Variante in fast allen Fällen die praktischere Lösung, weil ein Gerät und ein Kabel weniger nötig sind.
Der Altbau und seine akustischen Eigenheiten
Alte Häuser im Wendland bringen Eigenschaften mit, die moderne Neubauten nicht haben. Hohe Decken, Dielenböden, Stuck und große Fensterflächen sorgen für lange Nachhallzeiten. Der Bass verhält sich dabei besonders eigenwillig, weil sich stehende Wellen zwischen parallelen Wänden bilden. An einer Stelle im Raum dröhnt es, zwei Meter weiter fehlt derselbe Ton fast vollständig. Ein Teppich, schwere Vorhänge und ein gefülltes Regal wirken hier stärker als jedes zusätzliche Gerät.
Aufstellung und Einstellung
Der Subwoofer gehört auf den Boden und profitiert von einer Position in Raumnähe zur Ecke, weil die Wände den Tiefton verstärken. Wer den besten Platz sucht, stellt das Gerät versuchsweise an den eigenen Sitzplatz, spielt Musik mit gleichmäßigem Bass ab und geht dann durch den Raum. Dort, wo der Bass am gleichmäßigsten klingt, steht später der Subwoofer. Dieser Test dauert zehn Minuten und ersetzt jede theoretische Berechnung.
Trennfrequenz und Phase verstehen
Die Trennfrequenz legt fest, ab welcher Höhe die anderen Lautsprecher übernehmen. Bei kleinen Regallautsprechern liegt sie häufig zwischen 80 und 120 Hertz. Die Phasenlage entscheidet, ob sich die Schallwellen addieren oder gegenseitig auslöschen. Steht der Subwoofer in derselben Ebene wie die Lautsprecher, bleibt der Schalter auf null Grad, bei gegenüberliegender Aufstellung wechselt er auf 180 Grad. Ein kurzer Hörtest mit beiden Stellungen zeigt sofort, welche im eigenen Raum passt.
Lautstärke ist nicht das Ziel
Der häufigste Fehler ist ein zu hoch gedrehter Pegel. Ein gut eingestellter Subwoofer fällt beim Musikhören kaum auf und macht sich erst bemerkbar, wenn man ihn abschaltet. Dann klingt plötzlich alles kleiner. Wer den Pegel so weit reduziert, dass der Bass gerade nicht mehr auffällt, hat den richtigen Punkt meist getroffen. Die richtige Abstimmung der Frequenzen lässt sich mit den Systemen von MaxiAxi unkompliziert realisieren, denn Trennfrequenz und Phasenlage sind meist direkt am Gerät einstellbar. Für einen Altbau gilt zusätzlich die Rücksicht auf die Nachbarn, denn Tiefton wandert durch Wände deutlich weiter als Sprache.

