Unbedingt sehenswerte Attraktionen in Frankfurt

Frankfurt ist so viel mehr als nur die Stadt der Finanzen. In dieser Stadt gibt es unzählige spannende und interessante Attraktionen zu sehen. Sie können nicht nur die reiche Geschichte Frankfurts erleben, sondern es gibt auch unzählige faszinierende Einblicke und überraschende Momente an praktisch jeder Ecke. Egal, ob Sie geschäftlich dort sind oder einen kurzen Wochenendtrip geplant haben, hier sind einige Dinge, die Sie nicht verpassen sollten.

Frankfurt ist bekannt für seine beeindruckende Skyline, die innerhalb Deutschlands einzigartig ist und der Stadt nicht ohne Grund den Beinamen „Mainhattan“ eingebracht hat. Zu den markanten Hochhäusern und Türmen gehören der Europaturm (337,5 m), der Commerzbank Tower (259 m) und der Messeturm (256,5 m). Der Main Tower ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, sich in dieser riesigen Metropole zu orientieren, und bietet eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform in rund 200 Metern Höhe, um einen Überblick über viele Stadtteile und die Umgebung von Frankfurt zu erhalten. Der Turm wurde vom Architekturbüro Schweger und Partner entworfen und im Jahr 2000 fertiggestellt und ist definitiv ein Highlight für jeden Stadtentdecker.

Das Gebäudeensemble der national und international bedeutenden Museen und Kunstgalerien, das das Museumsufer bildet, ist einzigartig in Europa. Egal ob zeitgenössische Kunst oder Alte Meister, Goethe oder seine literarischen Erben, Weltkulturen oder die Welt des Geldes, Karikaturen oder Skulpturen, Design oder Heimatkunde: Das Museumsufer und sein Umfeld bieten eine breite und einzigartige Vielfalt von viel Skurrilem und Spektakulärem, Lautem und Leisem, von kleinen und kostbaren Fundstücken bis hin zu großen Überblicken. Egal, welche Museen Sie für Ihren Rundgang wählen, bei der großen Bandbreite an Themen von Kunst, Fotografie und Stadtgeschichte über Architektur und Design bis hin zu Natur und Technik ist für jeden etwas dabei. Zu den besonderen Highlights gehört das Städel Museum, ein Kunstinstitut, das Meisterwerke vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart zeigt. Das Museum für Komische Kunst, heute vor allem unter dem Namen Caricatura Museum bekannt, ist eines der markantesten Häuser für satirische Kunst in Frankfurt und bietet mit Original-Karikaturen der Neuen Frankfurter Schule für viele Besucher einen angenehm leichten Gegenpol zu den klassischen Sammlungen.

Der Römerberg liegt im Herzen der Frankfurter Altstadt und ist ein unregelmäßig geformter Platz mit dem Gerechtigkeitsbrunnen in seiner Mitte. Er ist nicht nur Frankfurts malerischster öffentlicher Platz, sondern auch eine der belebtesten Fußgängerzonen der Stadt und Heimat zahlreicher Touristenattraktionen und unterhaltsamer Veranstaltungen, darunter Weihnachtsmärkte und andere Events. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die vielen historischen Fassaden, wie sie früher in der gesamten Altstadt zu finden waren, und der Römer. Dieses Ensemble aus historischen Gebäuden bildet das Alte Rathaus, das nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs auf Grundlage historischer Vorbilder wiederaufgebaut wurde. Besonders sehenswert ist der elegante Kaisersaal, der einst Schauplatz prächtiger Bankette war.

Bei so viel Angebot bleibt Frankfurt eine sehr zugängliche Stadt, die extrem gut angebunden ist. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) betreibt ein effizientes Straßenbahn-, Bus-, S-Bahn- und U-Bahn-Netz, und Flughafentransfers direkt ins Zentrum von Frankfurt lassen sich leicht arrangieren. Verpassen Sie es nicht, die wunderbare Stadt unter den Wolkenkratzern zu erkunden!

Altstadt, Geschichte und kurze Wege

Gerade für einen ersten Besuch ist Frankfurt angenehm kompakt. Viele bekannte Orte liegen näher beieinander, als man auf den ersten Blick vermutet. Zwischen Römerberg, Kaiserdom St. Bartholomäus, Paulskirche, Neuer Altstadt und Mainufer lässt sich ein großer Teil der historischen Innenstadt gut zu Fuß erkunden. Das ist besonders praktisch, wenn Sie nur einen Tag Zeit haben oder zwischen Terminen noch einige Sehenswürdigkeiten mitnehmen möchten.

Die Neue Altstadt ist dabei ein Bereich, den viele Besucher inzwischen fest in ihren Rundgang aufnehmen. Zwischen Dom und Römer wurden Gassen, Plätze und Häuser nach historischem Vorbild neu gestaltet oder rekonstruiert. Auch wer über das Thema Rekonstruktion unterschiedliche Ansichten hat, kann hier gut nachvollziehen, wie die historische Mitte Frankfurts einst gewirkt hat. Der Bereich eignet sich vor allem für einen Spaziergang am frühen Vormittag oder am Abend, wenn es etwas ruhiger ist als zur Hauptbesuchszeit.

Nicht weit entfernt befindet sich die Paulskirche. Sie ist weniger wegen ihrer Architektur als wegen ihrer politischen Bedeutung wichtig, denn sie gilt als ein zentraler Ort der deutschen Demokratiegeschichte. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte hier zumindest kurz Halt machen. In unmittelbarer Nähe liegen außerdem mehrere Plätze, Cafés und Wege zum Main, sodass sich dieser Teil der Stadt sehr gut in einen entspannten Rundgang einbauen lässt.

Am Main entlang spazieren

Der Main prägt das Stadtbild stärker, als viele Reisende vorab erwarten. Die Uferpromenaden gehören zu den angenehmsten Orten für eine Pause zwischendurch. Von hier aus haben Sie oft einen guten Blick auf die Skyline, auf die Brücken und auf das Museumsufer. Bei gutem Wetter lohnt es sich, einfach ohne festes Ziel am Wasser entlangzugehen. Gerade der Wechsel aus moderner Hochhauskulisse und historischen Gebäuden macht den Reiz Frankfurts aus.

Beliebt ist auch der Eiserne Steg, eine Fußgängerbrücke zwischen der Innenstadt und Sachsenhausen. Von dort aus gelingen klassische Ausblicke auf die Skyline, besonders in den Abendstunden. Wer fotografiert, findet hier eines der bekanntesten Motive der Stadt. Gleichzeitig ist die Brücke ein sehr praktischer Übergang, wenn Sie Ihren Spaziergang von der Altstadt zum südlichen Mainufer fortsetzen möchten.

Bootsfahrten auf dem Main sind ebenfalls eine Option, wenn Sie Frankfurt in kurzer Zeit aus einer anderen Perspektive sehen möchten. Sie ersetzen keinen Stadtspaziergang, können aber eine sinnvolle Ergänzung sein, vor allem bei einem kurzen Aufenthalt. Für Besucher, die nicht viel laufen möchten, ist das oft eine einfache Möglichkeit, Skyline, Uferbereiche und zentrale Sehenswürdigkeiten in kompakter Form zu erleben.

Sachsenhausen und Apfelwein

Wenn Frankfurt neben Banken und Messen noch mit etwas anderem verbunden wird, dann oft mit Apfelwein. Das traditionelle Viertel Sachsenhausen südlich des Mains ist dafür besonders bekannt. In den Gassen rund um Alt-Sachsenhausen finden sich viele Lokale, in denen typische Frankfurter Spezialitäten serviert werden. Dazu gehören neben Apfelwein etwa Handkäs mit Musik, Frankfurter Grüne Soße oder auch regionale Varianten einfacher Hausmannskost.

Wer es ruhiger mag, sollte wissen, dass nicht jede Ecke von Sachsenhausen gleich ist. Während Alt-Sachsenhausen am Abend lebhaft sein kann, gibt es am Museumsufer und in den angrenzenden Straßen deutlich entspanntere Bereiche. Für viele Besucher ist gerade diese Mischung interessant: tagsüber Kultur am Fluss, abends ein traditionelles Lokal mit regionaler Küche.

Auch wenn Sie keinen Alkohol trinken, lohnt sich ein Besuch. Viele Apfelweinlokale bieten alkoholfreie Varianten und vor allem einen guten Einblick in einen Teil der Frankfurter Alltagskultur, der sich stark von der gläsernen Hochhauswelt im Bankenviertel unterscheidet.

Grüne Seiten der Stadt

Frankfurt wird oft auf seine Skyline reduziert, hat aber überraschend viele grüne Orte. Der Palmengarten zählt zu den bekanntesten. Er eignet sich besonders dann, wenn Sie nach einem Museumsbesuch oder einer intensiven Stadterkundung bewusst einen ruhigeren Kontrast suchen. Je nach Jahreszeit sind dort unterschiedliche Pflanzenwelten, Gewächshäuser und Außenanlagen zu sehen, sodass sich auch bei wiederholten Besuchen ein anderer Eindruck ergeben kann.

Ein weiterer Ort, den viele Reisende unterschätzen, ist der Frankfurter Stadtwald. Für klassische Sehensichtigkeitsrouten spielt er zwar meist keine Hauptrolle, er zeigt aber, dass Frankfurt weit mehr ist als eine dichte Innenstadt. Wenn Sie länger in der Stadt sind oder Frankfurt bereits kennen, können solche weniger touristischen Orte besonders interessant sein.

Auch die Wallanlagen, die ringförmig um Teile der Innenstadt verlaufen, sind für kurze Wege angenehm. Sie verbinden zentrale Bereiche miteinander und bieten immer wieder kleine Rückzugsorte im ansonsten geschäftigen Zentrum.

Kultur für unterschiedliche Interessen

Neben den großen Häusern am Museumsufer bietet Frankfurt zahlreiche kleinere kulturelle Anlaufstellen. Literaturfreunde zieht es oft ins Goethe-Haus und das Goethe-Museum, denn Frankfurt ist die Geburtsstadt Johann Wolfgang von Goethes. Architekturinteressierte achten stärker auf die Kontraste zwischen Gründerzeitbauten, Nachkriegsarchitektur und modernen Hochhäusern. Wer sich für Wirtschaft und Stadtentwicklung interessiert, findet in Frankfurt zudem besonders anschaulich, wie sich historische und internationale Einflüsse überlagern.

Für Familien mit Kindern ist die Auswahl ebenfalls breit. Nicht jedes Museum ist gleich gut für einen kurzen Besuch mit jüngeren Kindern geeignet, aber gerade interaktive Häuser, naturwissenschaftliche Sammlungen oder wechselnde Sonderausstellungen können den Aufenthalt abwechslungsreich machen. Praktisch ist dabei, dass viele Ziele im Stadtgebiet mit öffentlichen Verkehrsmitteln schnell erreichbar sind.

Wenn Sie Veranstaltungen mögen, lohnt ein Blick auf den jeweiligen Zeitraum Ihrer Reise. Frankfurt hat über das Jahr verteilt Messen, Feste, Märkte, Ausstellungen und Konzerte. Gleichzeitig bedeutet das: Hotels und zentrale Restaurants können an bestimmten Terminen deutlich stärker ausgelastet sein. Wer flexibel plant, reist außerhalb großer Messezeiten oft etwas entspannter.

Praktische Hinweise für den Besuch

Frankfurt lässt sich gut in thematische Abschnitte einteilen. Für einen halben Tag bieten sich etwa Altstadt, Römerberg und Mainufer an. Für einen ganzen Tag lässt sich das mit einem Museumsbesuch und einem Abstecher nach Sachsenhausen verbinden. Wer zwei Tage oder mehr Zeit hat, kann zusätzlich Aussichtspunkte, Grünanlagen und weitere Stadtteile erkunden, ohne dass der Aufenthalt überladen wirkt.

Im Sommer ist die Stadt oft lebendig und offen, allerdings können die Temperaturen in der dicht bebauten Innenstadt spürbar steigen. Frühling und früher Herbst sind für viele Besucher besonders angenehm, weil Spaziergänge dann meist entspannter sind. Im Winter wiederum hat der Bereich rund um den Römerberg mit dem Weihnachtsmarkt eine besondere Atmosphäre. Gleichzeitig sollten Sie bedenken, dass manche Aussichtspunkte bei schlechtem Wetter weniger lohnend sind als an klaren Tagen.

Bei der Anreise ist Frankfurt durch Hauptbahnhof, Fernverkehr und Flughafen hervorragend vernetzt. Innerhalb der Stadt ist der öffentliche Nahverkehr meist die einfachste Lösung. Für die zentralen Sehenswürdigkeiten brauchen Sie jedoch oft gar kein Verkehrsmittel, wenn Sie in der Innenstadt oder in Sachsenhausen starten. Das macht Frankfurt auch für kurze Aufenthalte attraktiv.

Häufige Fragen zu Frankfurter Attraktionen

Wie viele Tage sollte man für Frankfurt einplanen?
Für einen ersten Eindruck reicht ein Tag, wenn Sie sich auf Altstadt, Skyline-Blicke und das Mainufer konzentrieren. Zwei Tage sind sinnvoller, wenn Sie zusätzlich Museen, Sachsenhausen und ruhigere Stadtteile erleben möchten.

Ist Frankfurt eher ein Ziel für Geschäftsreisen oder auch für Städtereisen?
Beides. Die Stadt ist zwar ein wichtiges Finanz- und Messezentrum, eignet sich aber auch sehr gut für einen Wochenendtrip, weil viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander liegen und sich Geschichte, Kultur und moderne Architektur hier auf engem Raum verbinden.

Lohnt sich Frankfurt auch bei schlechtem Wetter?
Ja. Gerade dann spielen Museen, historische Innenräume und gastronomische Adressen ihre Stärken aus. Bei Regen kann ein Besuch am Museumsufer oder in der Altstadt sinnvoller sein als ein längerer Spaziergang entlang des Mains.

Welche Gegend ist für Erstbesucher besonders geeignet?
Die Kombination aus Römerberg, Neuer Altstadt, Paulskirche, Mainufer und Museumsufer ist für den Einstieg ideal. So sehen Sie in kurzer Zeit sowohl das historische als auch das moderne Frankfurt.

Ist Frankfurt teuer?
Frankfurt kann teuer sein, vor allem bei Hotels während großer Messen oder Veranstaltungen. Gleichzeitig gibt es viele kostenfreie Eindrücke: Skyline-Blicke vom Mainufer, Spaziergänge über den Eisernen Steg, Plätze in der Altstadt und zahlreiche öffentliche Grünflächen.

Fazit

Frankfurt wirkt auf den ersten Blick oft geschäftlich und modern, zeigt aber schon nach kurzer Zeit viele weitere Facetten. Zwischen Skyline, Römerberg, Museen, Mainufer, Sachsenhausen und grünen Rückzugsorten ergibt sich ein Stadtbild, das deutlich vielseitiger ist, als sein Ruf manchmal vermuten lässt. Gerade diese Mischung macht den Reiz aus: Hier liegen internationale Hochhäuser, historische Orte und entspannte Spazierwege erstaunlich nah beieinander. Wer offen durch die Stadt geht und nicht nur die bekanntesten Fotomotive abhakt, entdeckt in Frankfurt eine der interessantesten und zugleich zugänglichsten Großstädte Deutschlands.