Dieses Handbuch ist als Wegweiser zu Beratungsstellen, Verbänden, Initiativen und Anlaufpunkten im Rhein-Lahn-Kreis und im angrenzenden Umfeld zu verstehen. Die folgende Übersicht stammt aus einem älteren Verzeichnis. Sie bleibt hier bewusst als Dokumentation erhalten, weil viele Themenfelder weiterhin relevant sind: von Arbeit, Familie und Gesundheit über Bildung, Selbsthilfe und Gewaltschutz bis hin zu rechtlicher Beratung und kultureller Teilhabe.
Wichtig ist zugleich ein kurzer Aktualisierungshinweis: Einzelne Bezeichnungen im Verzeichnis entsprechen nicht mehr dem heutigen Verwaltungs- oder Sprachgebrauch. So wurden Zuständigkeiten in den vergangenen Jahren teils neu geordnet, manche Einrichtungen umbenannt, zusammengelegt oder digital ergänzt. Das betrifft zum Beispiel Begriffe wie „Arbeitsamt“, „Erziehungsgeld“ oder einzelne kommunale Strukturen. Die Themen selbst sind jedoch weiterhin aktuell. Wer eine konkrete Stelle sucht, sollte daher zusätzlich prüfen, unter welchem heutigen Namen die jeweilige Einrichtung erreichbar ist und ob sich Anschrift, Telefonnummer, Internetauftritt oder Zuständigkeit geändert haben.
Alphabetisches Inhaltsverzeichnis:
Arbeit statt Sozialhilfe
Arbeitsamt
Arbeitsgemeinschaft "Eine Welt" Bad Ems e. V. mit "Arbeitskreis Frieden"
Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen
Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen – ASF
Ausländerbeirat des Rhein-Lahn-Kreises
Betreuungen (Vormundschaften/Pflegschaften)
Caritasverband Rhein-Lahn
Deutscher Gewerkschaftsbund
Deutscher Hausfrauen-Bund e. V.
Deutsche Hausfrauengewerkschaft e. V.
Diakonisches Werk in Hessen und Nassau
"Die Brücke" – Seniorenbüro des Rhein-Lahn-Kreises
DROBS – Jugend- und Drogenberatungsstelle
Eltern-Haus Rund um die Geburt und Elternschaft
Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub
Evangelische Frauenhilfe in Hessen und Nassau e. V.
Familienberatungsstelle
Frauenhaus Koblenz
Frauenlandhaus Charlottenberg
Frauenselbsthilfe nach Krebs e. V.
Frauentreff – Holzappel
Frauen-Union Rhein-Lahn
Frau im Sport
Freie Wählergruppe Rhein-Lahn e. V.
Gesetzliche Rentenversicherung
Gesprächskreis Eltern behinderter Kinder
Gesellschaft für Geburtsvorbereitung e. V.
Hospizdienste Rhein-Lahn e. V.
In Bewegung kommen – In Bewegung bleiben – In Bewegung Sein – BEWEGT SEIN
Institut für Schulung und Beruf (ISB)
Interessengemeinschaft für Witwen e. V.
Internationaler Frauenclub Rhein-Mosel e. V.
Katholisches Bildungswerk Rhein-Lahn
Kinderschutzdienst Rhein-Lahn
Koblenzer Autonomes Frauenarchiv e. V. – KAF
Kommunale Gleichstellungsbeauftragten im Rhein-Lahn-Kreis
Kreisverwaltung Rhein-Lahn, Abteilung Gesundheitswesen
Kreisvolkshochschule Rhein-Lahn (KVHS)
KREML KULTURHAUS
Landesarbeitsgemeinschaft Arbeit und Leben Rheinland-Pfalz e. V.
Landfrauenverband des Rhein-Lahn-Kreises
Landesverband der Schulsekretärinnen aller Schularten in Rheinland-Pfalz e. V.
Mutter – Kind – Gruppen
Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen Koblenz e. V.
Praxis für Supervision & Beratung
Pro Familia Koblenz
Rund ums Baby – DER KINDERLADEN
Seminardienst – Wilhelm Geib
Seniorenbeirat der Verbandsgemeinde Katzenelnbogen
Solwodi e. V.
Sozialhilfe
Sozialverband VdK
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft Montabaur-Altenkirchen
Tanzschule Wahlers
TECUM e. V.
Türkischer Kulturverein e. V.
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e. V.
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.
Weisser Ring
Weiterbildungsverbund Rhein-Lahn
Wildwasser Wiesbaden e. V.
Einordnung und vorsichtige Aktualisierung
Die Liste zeigt, wie breit die Unterstützungslandschaft für Frauen schon damals angelegt war. Sie reicht von klassischen Beratungsstellen über Selbsthilfegruppen bis zu politischen, kulturellen und sozialen Vereinen. Gerade deshalb ist das Verzeichnis auch heute noch als thematischer Ausgangspunkt nützlich. Wer sich orientieren möchte, findet darin wichtige Stichworte, unter denen sich meist auch heute passende Angebote recherchieren lassen.
Bei einigen Einträgen ist jedoch eine inhaltliche Einordnung hilfreich. Das frühere „Arbeitsamt“ wird heute unter den Strukturen der Bundesagentur für Arbeit und – je nach Leistungsart – zusammen mit Jobcentern wahrgenommen. Der frühere Begriff „Erziehungsgeld und Erziehungsurlaub“ ist durch andere gesetzliche Regelungen ersetzt worden; heute wird in der Regel von Elterngeld und Elternzeit gesprochen. Auch im Betreuungsrecht, im Familienrecht sowie bei kommunalen Beratungsangeboten haben sich seit Erscheinen des Verzeichnisses Änderungen ergeben. Deshalb sollte dieses Handbuch nicht als alleinige Quelle für Fristen, Leistungsansprüche oder amtliche Zuständigkeiten verwendet werden, sondern als thematische Orientierung.
Wofür dieses Handbuch weiterhin hilfreich ist
Besonders wertvoll ist das Verzeichnis dort, wo es Lebenslagen bündelt, die Frauen oft parallel betreffen. Dazu gehören etwa Fragen zur Existenzsicherung, zu Ausbildung und Berufsrückkehr, zu Schwangerschaft und Geburt, zu Trennung und Gewaltschutz, zur Pflege von Angehörigen, zu Migration, Gesundheit, Selbsthilfe und politischer Beteiligung. Nicht jede Frau sucht in einer einzelnen Lebensphase nur eine einzige Unterstützung. Häufig überschneiden sich Anliegen: Eine alleinerziehende Mutter benötigt vielleicht zugleich Informationen zu Kinderbetreuung, finanziellen Leistungen und Weiterbildung. Eine pflegende Angehörige sucht möglicherweise Beratung zu Rentenansprüchen, Entlastungsangeboten und psychischer Unterstützung. Genau für solche Übergänge ist ein thematisch breites Handbuch nützlich.
Die Einträge zu Frauenhaus, Notruf, Wildwasser, Solwodi oder Weisser Ring zeigen zudem, dass Schutz, Beratung und rechtliche Begleitung feste Bestandteile einer funktionierenden Hilfestruktur sind. Auch wenn einzelne Einrichtungen heute andere Kontaktwege anbieten oder regional anders organisiert sind, bleibt die Grundidee unverändert: Betroffene sollen schnell eine erste Anlaufstelle finden können, ohne sich zunächst durch unübersichtliche Verwaltungsstrukturen arbeiten zu müssen.
Praktische Hinweise zur Nutzung eines älteren Verzeichnisses
Wer mit einem historischen oder älteren Adressverzeichnis arbeitet, sollte einige Punkte beachten. Zunächst lohnt es sich, den Namen einer Einrichtung zusammen mit dem Ort in einer aktuellen Suche zu prüfen. Häufig existiert die Stelle noch, nutzt aber eine modernisierte Bezeichnung oder ist in einen größeren Träger eingebunden worden. Bei kommunalen Angeboten können Zuständigkeiten zwischen Kreis, Verbandsgemeinde, Stadt, freien Trägern und Landesstellen aufgeteilt sein. Gerade im sozialen Bereich ist außerdem üblich, dass Beratungen persönlich, telefonisch, online oder in Außensprechstunden stattfinden.
Bei Themen mit rechtlicher oder finanzieller Bedeutung empfiehlt sich immer eine aktuelle Gegenprüfung. Das betrifft insbesondere Sozialleistungen, Familienleistungen, Rentenfragen, Schwangerschaftskonfliktberatung, Trennung und Scheidung, Betreuung, Gewaltschutz und aufenthaltsrechtliche Fragen. Hier können sich Anspruchsvoraussetzungen, Formulare und Fristen ändern. Wer unsicher ist, sollte nicht nur eine Informationsquelle heranziehen, sondern nach Möglichkeit direkt bei der zuständigen Beratungsstelle oder Behörde nachfragen.
Hilfreich ist auch, den eigenen Bedarf möglichst konkret zu benennen. Statt allgemein nach „Hilfe“ zu suchen, führt oft eine präzisere Frage schneller zum passenden Angebot: Geht es um finanzielle Unterstützung? Um psychosoziale Beratung? Um rechtliche Erstinformation? Um Begleitung in einer akuten Krise? Um eine Selbsthilfegruppe? Um Sprachmittlung? Um einen sicheren Schutzraum? Je genauer das Anliegen, desto leichter lässt sich aus den Stichworten des Verzeichnisses ein sinnvoller nächster Schritt ableiten.
Themenfelder im Überblick
Arbeit, Weiterbildung und wirtschaftliche Absicherung: Einträge wie Arbeit statt Sozialhilfe, Arbeitsamt, Deutscher Gewerkschaftsbund, Institut für Schulung und Beruf, Kreisvolkshochschule, Weiterbildungsverbund oder Arbeit und Leben verweisen auf ein wichtiges Grundthema: die eigenständige wirtschaftliche Sicherung. Für viele Frauen sind Berufsorientierung, Wiedereinstieg, Qualifizierung, Teilzeitmodelle, Rechte am Arbeitsplatz und Beratung bei Arbeitslosigkeit zentrale Fragen. Auch heute spielen daneben digitale Kompetenzen, Anerkennung ausländischer Abschlüsse und flexible Lernangebote eine große Rolle.
Familie, Schwangerschaft und frühe Hilfen: Arbeitsgemeinschaft Freier Stillgruppen, Eltern-Haus, Gesellschaft für Geburtsvorbereitung, Mutter-Kind-Gruppen, Pro Familia oder Rund ums Baby zeigen, dass Information und Begleitung rund um Schwangerschaft, Geburt und Elternschaft traditionell ein Kernbereich der Frauenberatung sind. Aktuell sind hier neben medizinischer Versorgung auch Fragen zu Elternzeit, Elterngeld, Kinderbetreuung, mentaler Gesundheit nach der Geburt und Vereinbarkeit von Familie und Beruf wichtig.
Schutz vor Gewalt und Krisenhilfe: Frauenhaus Koblenz, Notruf und Beratung für vergewaltigte Frauen und Mädchen, Wildwasser Wiesbaden e. V., Weisser Ring und Solwodi e. V. stehen für unterschiedliche, aber eng verbundene Hilfefelder. Sie reichen von akutem Schutz über Fachberatung bei sexualisierter Gewalt bis hin zu Unterstützung für Betroffene von Menschenhandel, Ausbeutung oder anderen Straftaten. Wer sich in einer akuten Gefahrensituation befindet, sollte neben spezialisierten Beratungsstellen immer auch die sofort verfügbaren Notfallstrukturen nutzen.
Gesundheit, Selbsthilfe und psychosoziale Unterstützung: Frauenselbsthilfe nach Krebs, Hospizdienste, Familienberatungsstelle, Praxis für Supervision & Beratung oder Gesundheitswesen des Kreises zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Gesundheits- und Beratungsangebote sind. Besonders bei chronischer Erkrankung, Trauer, Pflegeverantwortung oder psychischer Belastung kann eine Kombination aus medizinischer Versorgung, Beratung und Selbsthilfe entlastend sein.
Gesellschaft, Kultur und politische Teilhabe: Frauen-Union, ASF, Landfrauenverband, Internationaler Frauenclub, KREML KULTURHAUS oder das Frauenarchiv machen sichtbar, dass Teilhabe mehr umfasst als Hilfe in Krisen. Bildung, Begegnung, politische Mitwirkung, Kulturarbeit und Erinnerung an Frauenbewegungen sind ebenfalls Bestandteile einer unterstützenden Infrastruktur.
Beispiele aus dem Alltag
Ein Beispiel: Eine Frau kehrt nach einer längeren Familienphase in den Beruf zurück. Das Stichwort „Arbeitsamt“ wirkt heute veraltet, verweist aber weiterhin auf das Themenfeld Arbeitsvermittlung, Berufsberatung und Qualifizierung. Ergänzend können Gewerkschaften, Weiterbildungsträger und Volkshochschule relevant sein. Das historische Stichwort bleibt also brauchbar, wenn man es in heutige Strukturen übersetzt.
Ein weiteres Beispiel: Jemand sucht Unterstützung nach einer belastenden Trennung und erlebt zugleich finanzielle Unsicherheit. Dann können aus dem Verzeichnis mehrere Richtungen entstehen: psychosoziale Beratung, Informationen zu Sozialleistungen, rechtliche Erstberatung, gegebenenfalls Gewaltschutz sowie Austausch mit Selbsthilfe- oder Frauengruppen. Gerade dieser vernetzende Blick ist eine Stärke des Handbuchs.
Auch bei Migration und Mehrsprachigkeit bleibt das Verzeichnis aufschlussreich. Einträge wie Ausländerbeirat, Türkischer Kulturverein oder Verband binationaler Familien und Partnerschaften zeigen, dass Beratung und Interessenvertretung nie nur einheitlich organisiert waren. Heute kommen oft Integrationslotsen, Sprachmittlung, Migrationsberatungsstellen und digitale Informationsangebote hinzu. Das Grundanliegen – Orientierung, Zugang und Teilhabe – ist unverändert.
Was sich sprachlich verändert hat
Einige Begriffe im Verzeichnis wirken aus heutiger Sicht überholt oder ungewohnt. Das betrifft nicht nur Behördennamen, sondern auch gesellschaftliche Rollenbilder und Fachsprache. Die ursprünglichen Bezeichnungen werden hier dennoch nicht ersetzt, weil das Verzeichnis als Zeitdokument nachvollziehbar bleiben soll. Wo eine heutige Einordnung nötig ist, erfolgt sie ergänzend in den erläuternden Abschnitten dieses Beitrags. Das ist besonders wichtig bei sensiblen Themen wie Behinderung, Migration, Betreuung oder geschlechtsspezifischer Gewalt, bei denen Sprache sich im Laufe der Zeit deutlich verändert hat.
Gleichzeitig zeigt die Liste, wie lange bestimmte Anliegen bereits sichtbar sind. Themen wie Stillen, Geburtsvorbereitung, Schutz vor Gewalt, Rentenversicherung, Witwenschaft, Drogenberatung, Bildung und kommunale Gleichstellung waren schon damals strukturell verankert. Neu hinzugekommen sind heute oft digitale Zugänge, Online-Beratung, datenschutzgerechte Kontaktformen und stärker vernetzte Fachstellen.
Häufige Fragen
Ist dieses Handbuch noch aktuell?
Als Adress- und Zuständigkeitsverzeichnis nur eingeschränkt. Als thematische Orientierung ist es weiterhin brauchbar. Wer konkrete Hilfe sucht, sollte Namen und Kontaktdaten immer aktuell prüfen.
Warum bleiben ältere Begriffe stehen?
Weil der ursprüngliche Charakter des Handbuchs erhalten werden soll. Die Einträge dokumentieren, wie Beratungs- und Unterstützungsangebote damals benannt wurden. Zur besseren Einordnung wurden nur behutsame Hinweise ergänzt.
Kann ich mich auf Leistungen und Rechtsbegriffe im Text verlassen?
Nicht ohne aktuelle Gegenprüfung. Gerade bei Sozialleistungen, Elternleistungen, Renten und behördlichen Zuständigkeiten kann es Änderungen geben.
Für wen ist das Handbuch nützlich?
Für Frauen in sehr unterschiedlichen Lebenslagen, aber auch für Angehörige, Ehrenamtliche, Fachkräfte oder Menschen, die im Rhein-Lahn-Kreis und Umgebung nach ersten Anlaufpunkten suchen.
Was mache ich in einer akuten Krisensituation?
Bei unmittelbarer Gefahr sollte nicht auf ein älteres Verzeichnis allein vertraut werden. Dann sind aktuelle Notruf- und Schutzstrukturen vorrangig. Fachberatungsstellen können ergänzend unterstützen.
Fazit
Das vorliegende Handbuch bleibt in seiner Grundidee sinnvoll: Es bündelt Themen, mit denen Frauen im Alltag, in Übergangsphasen und in Krisen konfrontiert sein können. Seine Stärke liegt weniger in der tagesaktuellen Detailgenauigkeit als in der thematischen Breite und in der Sichtbarmachung regionaler Unterstützungsstrukturen. Wer es heute nutzt, sollte es als Ausgangspunkt verstehen: als Orientierung, als Erinnerung an bestehende Hilfefelder und als Anstoß für die gezielte Suche nach aktuellen Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern.
Gerade weil viele Fragen nicht isoliert auftreten, sondern miteinander verbunden sind, bleibt ein solches Handbuch wertvoll. Es macht deutlich, dass Unterstützung nicht nur aus einer einzelnen Behörde oder Beratungsstelle besteht, sondern aus einem Netzwerk aus sozialen Diensten, Bildungsangeboten, Selbsthilfe, politischen Initiativen und Schutzstrukturen. In diesem Sinn ist das Verzeichnis weiterhin lesenswert – mit dem notwendigen Blick darauf, was sich in Namen, Zuständigkeiten und gesetzlichen Rahmenbedingungen inzwischen verändert hat.
