Monatsblumen erzählen Geschichten rund um Geburtstage und Charakterzüge. Im Juli stehen Rittersporn und Seerose im Mittelpunkt – zwei Pflanzen, denen seit Langem besondere Werte zugeschrieben werden. Hier bekommst du einen kompakten Einstieg, damit du ihre Symbole schnell einordnen und für Grüße, Karten oder kleine Geschenke aufgreifen kannst.
Was sind Geburtsblumen?
Geburtsblumen ordnen jedem Monat eine bestimmte Pflanze zu. Die Idee knüpft an die Blumensprache an, mit der Menschen Eigenschaften, Stimmungen und Wünsche ausdrücken. Schon in der Antike verband man Blüten mit Mythen und Ritualen, später ergänzten Volksglauben und höfische Symbolik dieses Bild.
Im 19. Jahrhundert gewann die codierte Blumensprache enorme Popularität: Almanache, Kalender und Etiquette-Ratgeber sammelten Zuordnungen, die sich in Briefen, Poesiealben und bei Festtagen wiederfanden. Daraus entstand die Praxis, Geburtstage mit einer „Monatsblume“ zu begleiten, die eine kurze, blumige Botschaft transportiert.
Heute greifen viele Menschen zu diesen Zuordnungen für Karten, Taufgeschenke oder persönliche Zeichen. Je nach Region unterscheiden sich die Listen leicht; häufig steht der Juli für Rittersporn und Seerose. Wenn du diese Tradition kennst, kannst du Gesten und Worte noch gezielter auf das Geburtstagskind abstimmen.
1. Geburtsblume Juli: Der Rittersporn
Rittersporn setzt im Hochsommer kräftige Farbakzente. Schlanke Blütenkerzen steigen aus dichtem Laub empor und geben Beeten eine aufrechte Linie. Durch Züchtungen reicht die Palette von tiefem Blau über Violett bis zu zarten Pastelltönen.
Bedeutung des Rittersporns
Symbolisch steht diese Staude für innere Größe und klare Worte. Dabei spielt sowohl die Farbe als auch die straffe Erscheinung eine Rolle.
- Aufrichtigkeit: Die geraden Stiele wirken wie ein Versprechen, ohne Ausflüchte zu stehen – daher gilt Rittersporn als Zeichen für ehrlich gemeinte Aussagen.
- Mut: Die Höhe der Blütenkerzen erinnert an Entschlossenheit; wer wächst und sichtbar bleibt, stellt sich offen nach vorne.
- Treue: Klassische Blautöne werden seit Langem mit Beständigkeit gelesen; sie kühlen das Auge und verweisen auf verlässliche Bindungen.
- Eleganz: Fein gegliederte Einzelblüten verleihen der Pflanze eine schlanke, edle Anmut, die nicht aufdringlich wirkt.
- Kreativität: Vielgestaltige Farbspiele inspirieren zu neuen Ideen, weshalb Rittersporn gern in poetischen Bildern auftaucht.
- Wachstumslust: Der kräftige Sommertrieb erzählt von Aufbruch und Schwung, was als Ermutigung gedeutet wird.
- Schutz: Traditionell schrieb man der giftigen Pflanze abwehrende Kräfte zu; dadurch erhielt sie den Ruf eines Hüters am Gartenrand.
Geschichte des Rittersporns
Botanisch heißt die Gattung Delphinium – der Name spielt auf knospenförmige „Delfine“ an. Gärtner pflegen sie in Klosteranlagen, traditionellen Bauerngärten sowie modernen Staudenrabatten. Ein sonniger, windgeschützter Platz mit tiefgründigem, nährstoffreichem Boden lässt die Stiele besonders standfest werden; hohe Sorten profitieren von Stützen.
Arten und Gruppen: Delphinium elatum (mehrjährig, hoch), D. grandiflorum (kompakter), D. consolida bzw. Consolida ajacis (einjährig, früher „Feldrittersporn“). Züchter unterscheiden zudem Elatum-, Belladonna- und Pacific-Hybriden, die sich in Höhe, Blühdauer und Blütenform unterscheiden.
Spannend für Neugierige: Nach einem Rückschnitt blühen viele Sorten ein zweites Mal im Spätsommer. Hummeln und andere Bestäuber fliegen die nektarreichen Sporne gern an. Achtung im Haushalt mit Kindern oder Haustieren – Pflanzenteile sind giftig und sollten nicht verzehrt werden.
2. Geburtsblume Juli: Die Seerose
Auf stillem Wasser entfaltet die Seerose ihre schlichten Schalenblüten. Breite Blätter bilden eine Bühne, auf der Licht und Spiegelungen spielen. So wirkt sie wie ein Ruhepol zwischen Ufer und Mitte des Teichs.
Bedeutung der Seerose
Viele deuten diese Schwimmpflanze als Botschafterin gelassener Gefühle. Ihr Tagesrhythmus aus Öffnen und Schließen liefert reichlich Bildmaterial für innere Themen.
- Ruhe: Glatte Wasserflächen und unbewegte Blätter vermitteln Gelassenheit; die Blüte scheint über dem Alltag zu schweben.
- Reinheit: Aus trübem Grund steigt eine makellose Blüte empor, weshalb man sie gern mit klaren Absichten verbindet.
- Balance: Zwischen Wasser und Luft gehalten, erinnert sie an Ausgleich und ein gutes Maß.
- Erneuerung: Das morgendliche Öffnen nach der Nacht gilt als Sinnbild für frischen Start und neues Licht.
- Verborgenheit: Unter großen Blättern bleibt manches unsichtbar; dadurch steht die Pflanze für behutsame Innerlichkeit.
- Anmut: Weiche Linien, runde Blütenblätter und ruhige Farben wirken stilvoll, ohne laut zu sein.
- Verbundenheit: Rhizome verankern die Pflanze am Grund – ein Bild für Halt und vertraute Nähe.
Geschichte der Seerose
Gartenfreunde setzen Seerosen in Naturteiche, formale Wasserbecken oder große Kübel als Miniteich. Sonnige Lagen bringen die meisten Sorten zum Blühen; je nach Sorte variiert die Pflanztiefe vom flachen Randbereich bis zur Mitte. Ein Pflanzkorb mit Teicherde verhindert, dass sich Rhizome unkontrolliert ausbreiten.
Zur Gattung Nymphaea zählen winterharte Arten wie Nymphaea alba (weiß) und N. odorata sowie tropische Vertreter mit kräftigen Farben, darunter tag- oder nachtöffnende Sorten. Verwandt, aber eigenständig ist die Gattung Nuphar (Teichrosen) mit ihren gelben Schalenblüten. Züchtungen erweitern das Spektrum um Rosa-, Pfirsich- und Aprikottöne.
Spannend für Sammler: Manche tropischen Arten duften intensiv. Andere zeigen Blüten, die erst in der Dämmerung aufgehen. Kunstliebhaber denken sofort an Monets Serien, die den schwebenden Charakter dieser Pflanze eingefangen haben. Wer im Sommer regelmäßig welkes Blattwerk entfernt, hält die Wasserfläche frei und freut sich länger über frische Blüten.
Bastel- und Geschenkideen mit Monatsblumen
Hier findest du Anregungen für kleine Projekte rund um Rittersporn und Seerose, die du je nach Zeit und Anlass variieren kannst.
Basteleien
- Karten & Umschläge: Karten profitieren von gepressten Blüten hinter Transparentpapier, feinen Skizzen oder einem schlichten Delphinium-Stempel. Ein Wachssiegel mit Blatt- oder Blütenabdruck setzt einen ruhigen Schlusspunkt.
- Lesezeichen: Pressedeko eignet sich für lange, schmale Streifen aus festem Karton; eine Laminierfolie schützt die zarten Teile, ein Faden in passendem Farbton rundet das Ganze ab.
- Gerahmtes Herbarium: Ein gerahmtes Blatt mit getrocknetem Rittersporn oder einer stilisierten Seerose wirkt wie ein kleines Atelierstück; Monat, Sortenname und Datum kannst du sauber beschriften.
- Kerzenverzierung: Kerzen lassen sich außen mit trockenen Blüten dekorieren; vorsichtig einarbeiten und stets Abstand zum Docht halten. Rittersporn nicht für Tortendeko verwenden – Pflanzenteile sind giftig.
- Stoffdruck: Stoffservietten bekommen durch simplen Blockprint ein dezentes Muster aus Blättern oder Blütenformen; waschfeste Textilfarbe sorgt für anhaltende Freude.
- Wandbild: Fotomotive mit Teichrosen, kombiniert mit handgeschriebenen Zeilen, ergeben ein reduziertes Bild für Flur oder Arbeitsplatz.
Geschenke
- Mini-Strauß im Glas: Harzschmuck bewahrt Blütenreste dauerhaft auf, doch ein frischer, schmal gebundener Strauß aus Rittersporn, Gräsern und etwas Schleierkraut passt zu Gratulationen im Juli.
- Kunstdruck: Ein hochwertiger Druck einer Seerose – fotografiert im Morgenlicht – bringt Ruhe an die Wand und begleitet Geburtstagswünsche mit einem stillen Bild.
- Kalenderblatt: Ein Monatskalender mit Zeichnungen oder Fotos der jeweiligen Blumen liefert einen wiederkehrenden Gruß; für Juli stehen Rittersporn und Seerose im Fokus.
- Teichgeschenk: Für den Kübelteich eignet sich ein Gutschein über eine kompakte Zwergseerose samt Pflanzkorb und Teicherde, falls ein sonniger Balkon vorhanden ist.
- Papeterie-Set: Briefpapier, Umschläge und ein passender Stempel mit stilisiertem Blütenmotiv ergeben ein kleines Set für Dankespost oder Einladungen.
- Stickrahmen: Ein schlichtes Motiv aus Blättern und einer einzelnen Blüte im Stickrahmen wirkt persönlich und lässt sich farblich auf die Wohnung abstimmen.
Was ist deine Geburtsblume?
Unten siehst du eine kurze Übersicht nach Monaten; regionale Listen können abweichen, doch diese Zuordnungen sind weit verbreitet.
- Geburtsblume im Januar: Nelke, Schneeglöckchen.
- Geburtsblume im Februar: Veilchen, Schlüsselblume.
- Geburtsblume im März: Narzisse.
- Geburtsblume im April: Gänseblümchen, Duftwicke.
- Geburtsblume im Mai: Maiglöckchen, Weißdorn.
- Geburtsblume im Juni: Rose, Geißblatt.
- Geburtsblume im Juli: Rittersporn, Seerose.
- Geburtsblume im August: Gladiole, Mohn.
- Geburtsblume im September: Aster, Prunkwinde.
- Geburtsblume im Oktober: Ringelblume, Kosmee (Schmuckkörbchen).
- Geburtsblume im November: Chrysantheme.
- Geburtsblume im Dezember: Narzisse (Paperwhite), Stechpalme.