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Fränkische Zeit (Vitrine 3) Nach dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft zwischen Rhein und Limes um 260 n. Chr. drangen Franken in die Lahngegend vor. Im 6. Jahrhundert entstand am Emsbach eine Siedlung, aus der sich das Dorf und später die heutige Stadt Bad Ems entwickelte. Zwischen der Linden- und der Koblenzer Straße erstreckte sich der Reihengräber-Friedhof, auf dem die Franken ihre Toten, oft mit Grabbeigaben, bestatteten. Die Franken hatten als Stammesverband eine ganz andere, nach unserem Empfinden weniger entwickelte Kultur als die Römer. Baudenkmäler und Inschriften fehlen aus dieser Zeit fast ganz. Aus den Gräbern sind Schmuck und Kleidungsstücke (Gürtelschmuck, Riemenzungen), Keramik (Ausgusskannen, Töpfe) und Waffen (Speerspitze, Bartaxt, Sax) erhalten. Nur als Nachbildung ist die "Emser Runenspange" zu sehen, eine Gewandfibel. Das Original befindet sich im Wallraf-Richartz-Museum, Köln. Das fränkische Dorf trug den damals verbreiteten Namen "Aumantia". Darin steckt das althochdeutsche Wort "Au", das "Wasser" bedeutet und den Emsbach meint. Im Jahr 880 ist der Name erstmals als "Aumenzu" urkundlich erwähnt. Über Schreibweisen wie "Oumence" (um 1000), "Omeze" (1220), "Eumeze" und "Eumptz" (14. Jh.), "Eymps" (16. Jh.) und "Embs" (17. Jh.) entwickelte sich die heutige Form "Ems", die sich erst nach 1800 endgültig durchsetzte. |