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Aufbereitung und Verhüttung Die geförderten Erze mussten zur Weiterverarbeitung aufbereitet werden, das taube Gestein musste von Metallen getrennt werden. Diese wurden in der Schmelzhütte geschmolzen und dann verarbeitet. Am Beispiel von Bleiglanz, Kupfer und Spateisen ist in der Vitrine (1) die Veränderung vom Roherz zum aufbereiteten Erz zu sehen. Das römische Hüttenwerk am Blöskopf und einfache sogenannte "Rennöfen" nördlich davon, die wohl von mittelalterlichen Waldschmieden betrieben wurden, sind die ältesten Verhüttungsanlagen der Gegend. In Vitrine 1 liegen Schlacken aus diesen Rennöfen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) legte die Unternehmerfamilie Mariot aus dem heutigen Belgien zahlreiche kleine Schmelzhütten an, so auch 1662 bei Bad Ems und 1671 bei Nievern. Nach der Wiederaufnahme des Emser Blei- und Silberbergbaus wurde 1754 die Emser Bleihütte erbaut. Die vorindustrielle Silberschmelze ist auf dem kolorierten Stich dargestellt. Im Hintergrund erkennt man die Sporkenburg. Um 1860 entwickelte sich das Werk zu einem großen Industriebetrieb. Das um 1900 entstandene Foto der Emser Hütte zeigt, anders als der alte Stich, das Emsbachtal mit ausgedehnten Werksanlagen, Schloten und großen Halden. Die Bleibarren weisen mit "E-H" bzw. "Emserhütte" ihre Herkunft aus. Die Emser Hütte wurde 1926 stillgelegt, die Aufbereitung auf der Insel Silberau, die damals noch einmal erneuert worden war, arbeitete noch bis 1959. Sie ist auf einem Foto neben Vitrine 1 zu sehen. In der Tischvitrine (2) zeigen wir eine kleine Auswahl von Mineralien, darunter eindrucksvolle Stufen des Pyromorphits, besser bekannt als "Emser Tönnchen". |