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Emser Wasser - Emser Pastillen Im 19. Jahrhundert wurde Bad Ems nicht nur als Kurort weltbekannt, sondern auch wegen seiner Quellenprodukte, die aus dem Heilwasser gewonnen und weltweit versandt wurden. Das Emser Wasser, nach der bekanntesten der etwa 20 Thermalquellen "Emser Kränchen" genannt, wurde schon im 18. Jahrhundert in Tonkrüge abgefüllt und verschickt. Eine Sammlung von Mineralwasserkrügen aus dem 19. Jahrhundert ist in Vitrine 3 zu sehen. Die älteren (bis 1866) sind mit "HN" für "Herzogtum Nassau" gekennzeichnet, die neueren (bis Anfang des 20. Jahrhunderts) tragen den Stempel "K. Pr. D." für die "Königlich Preußische Domänenverwaltung". Die Krüge wurden von "Krugbäckern" im Nachbardorf Arzbach hergestellt. Fotos zeigen das Füllen des Brennofens. Ein solcher Ofen konnte bis zu 14000 Krüge aufnehmen. Besonders für die Frauen des Dorfes bedeutete die Krugfabrikation und der Transport der Krüge in großen Körben harte körperliche Arbeit. In Ems wurden die Krüge gefüllt und von der Versandhalle am Bahnhof aus verschickt. Der Transportwagen tat bis vor wenigen Jahrzehnten in der Versandhalle seinen Dienst. Um die Jahrhundertwende verdrängte die Glasflasche den Tonkrug. Über 2 Millionen Liter Emser Wasser wurden damals jährlich versandt. Die Emser Pastille wird seit 1858 durch Verdampfen des Thermalwassers hergestellt. Das Foto aus der Pastillenfabrik wurde um die Jahrhundertwende aufgenommen. Die älteren Pastillenschachteln stammen aus den "Königlichen Betrieben". Zurück in den grossen Raum 1, rechte Seite |