Kurgewerbe 

Rund um den Kurbetrieb entwickelte sich ein buntes Kurgewerbe. Am wichtigsten war das Hotel- und Gaststättengewerbe. Die Hochvitrine links zeigt Geschirr und Bestecke aus den alten Hotels, dem "Königlichen Kurhaus", dem "Schloß Balmoral", dem "Schützenhof" und dem "Englischen Hof", einem früheren Grand-Hotel, das heute noch als "Deutsch-Ordens-Hospital" Kurgäste beherbergt. Im Gästebuch der "Vier Türme" sind die Eintragungen für Zar Alexander II. von Rußland und den König von Württemberg zu sehen.

Geschäfte siedelten sich im Bereich des Kursaals an, Hofjuwelier Bernstein (siehe Tischvitrine) ebenso wie zahlreiche Andenkenläden. Typische Andenken an die Badereise waren Badegläser, teils prachtvoll verziert mit geschnittenen Ansichten von Ems, ein großer Pokal, ein Weinglas, ebenfalls mit Ansichten des Bades, und die Bildertassen mit handgemalten Bildern von Bad Ems Ein besonders schönes Exemplar ist das Empire-Tässchen aus der Zeit um 1830, das vom Koblenzer Rhein-Romantiker Jakob Dietzler bemalt worden sein soll. (Siehe Hochvitrine rechts)

Das Leben im Bad wurde nicht nur geprägt von den Kurgästen, die hier in ihren besten Kleidern gemächlich promenierten, sondern von einer großen Schar von Menschen, die für sie arbeiteten: Dienstmänner, Mägde, Eseltreiber, Kutscher und Wäscherinnen. Dienstmädchen stellten, wie die Schautafel rechts hinter dem Dienstmädchen zeigt, die größte Gruppe unter den Erwerbstätigen. Das hier dargestellte Dienstmädchen trägt Originalkleidung des Personals aus dem Hotel Schloß Balmoral um 1900. Dostojewski schildert in seinen Briefen anschaulich die schwere Arbeit des Dienstmädchens in seinem Bad Emser Hotel. 

Im Obergeschoss finden Sie die weiteren Abteilungen des Museums 

In unserem Eckchen "Kur-Café" können Sie eine Pause einlegen und ein wenig in alten Ansichten und Zeitungen aus Kaisers Zeiten stöbern.

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